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Mit einer an Oberbürgermeister Gert Hager übergebenen Unterschriftenliste verleihen die Büchenbronner Mütter Antonella Drollinger (links) und Nicole Hofmann mit ihren Kindern der Forderung nach weiteren Hortplätzen Nachdruck. Privat
Mit einer an Oberbürgermeister Gert Hager übergebenen Unterschriftenliste verleihen die Büchenbronner Mütter Antonella Drollinger (links) und Nicole Hofmann mit ihren Kindern der Forderung nach weiteren Hortplätzen Nachdruck. Privat
03.05.2016

Fehlende Hortplätze: Büchenbronner Eltern schlagen Alarm

Pforzheim-Büchenbronn. Es klingt dramatisch, was Eltern aus Büchenbronn schildern. Man wisse nicht weiter und fürchte, „dass es wirklich zum Äußersten kommt und wir unsere Arbeitsplätze verlieren“, heißt es in einem Schreiben an die PZ. Anlass zur Sorge bereitet das Fehlen von Hortplätzen im Stadtteil.

Deshalb haben sich die Familien mit einem von Antonella Drollinger und Nicole Hofmann unterzeichneten Brief bereits an OB Gert Hager gewandt und für die „Elterninitiative Hortplatz Büchenbronn“ eine Unterschriftenliste übergeben.

Man stehe vor einem „fürchterlichen Problem“, so Nicole Hofmann: „Wir sind alle sehr verzweifelt.“ Die eigenen Arbeitszeiten seien nicht mit den Betreuungszeiten der Kinder an der Waldschule zu vereinbaren. „Somit sind wohl einige von uns Mamas gezwungen, unsere Arbeitsplätze auf Ende August zu kündigen.“

Die Nöte sind nicht neu. Bereits vor einem Jahr hatte die PZ über eine Unterschriftenaktion in Büchenbronn berichtet. Schon damals wurde der Ruf nach einer zweiten Hortgruppe laut. Nun melden Hofmann und ihre Mitstreiterinnen, dass wieder zwölf bis 15 Hortplätze fehlen.

Ausführlich beantwortet Sozialbürgermeisterin Monika Müller eine Nachfrage der PZ – Hoffnung auf eine Erweiterung des Angebots macht sie nicht. Für 36 Prozent der Grundschüler gebe es im Stadtgebiet ein Ganztagsangebot, im Hort an der Waldschule erhielten gar mehr als 50 Prozent der Schüler einen Platz. Müller bestätigt, dass bis zu 15 Kinder in Büchenbronn fürs nächste Schuljahr noch keine Zusage hätten. Wartelisten gebe es aber vielerorts. Nicht immer sei sicher, dass die Eltern dieser Kinder wirklich Anspruch auf einen Hortplatz hätten. „Daher kann ich die Eltern, die noch auf einen Platz warten, nur um etwas Geduld bitten“, sagt Müller: „Erfahrungsgemäß hat sich die Situation immer deutlich entspannter entwickelt, als zunächst befürchtet wurde.“

Da das Land keine neuen Hortgruppen bezuschusse, baulich alle Möglichkeiten ausgeschöpft seien und der Prozess zur Haushaltskonsolidierung noch nicht abgeschlossen sei, „können wir derzeit aufgrund fehlender Haushaltsmittel keine Schaffung zusätzlicher Plätze in Aussicht stellen“, so Müller.

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