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Schwierig: die Übung am Trapez
Schwierig: die Übung am Trapez
Balanceakt: Eine ganze Woche haben die Schüler für die Aufführung geprobt.
Balanceakt: Eine ganze Woche haben die Schüler für die Aufführung geprobt.
Die Trainer lobten die Energie und den Fleiß der Kinder.  Hettler
Die Trainer lobten die Energie und den Fleiß der Kinder. Hettler
22.05.2016

Ferien-Zirkus begeistert Publikum

Atemberaubende Akrobatik, beeindruckende Kunststücke am Trapez und allen voran viel Freude und Spaß: „Manege frei“ hieß es am Freitag in der Pestalozzischule auf dem Buckenberg bei der Abschlussveranstaltung der dritten Pforzheimer Zirkus-Ferienfreizeit.ts.

„Es ist gigantisch, was die Kinder innerhalb von nur einer Woche gelernt haben“, freute sich Pestalozzi-Schulleiterin Marta Ehrler-Kilian. Fast 30 Kinder und Jugendliche ihrer Schule im Alter zwischen acht und 15 Jahren hatten das Angebot in der Woche nach Pfingsten wahrgenommen und unter Anleitung professioneller Trainer zirkusreife Kunststücke eingeübt.

Viel Fleiß beim Training

„Alle haben fleißig trainiert und vor allem Spaß gehabt“, blickt Guido Struss von der Zirkuswerkstatt Pforzheim auf die fünf Tage zurück. Auch sein Kollege Madou Diallo war begeistert, mit welcher Motivation die jungen Talente bei der Sache waren. „Die Kinder haben eine unglaubliche Energie und waren kaum zu bremsen. Wir mussten sie fast zwingen, auch mal eine Pause zu machen“, so der Trainer aus dem westafrikanischen Guinea. Neben den Übungen stand vor allem das Miteinander und der interkulturelle Austausch im Vordergrund.

14 unterschiedliche Nationen brachte das Projekt, das durch eine Kooperation der Zirkuswerkstatt, des Capoeiravereins, der Goethe- und der Pestalozzischule ermöglicht wurde, zusammen. „Gerade das macht den Reiz aus. Es ist einfach toll, was man von anderen Kulturen lernen kann. Außerdem werden bei den Kindern Hemmschwellen abgebaut“, erklärt Struss. Was die Nachwuchstalente in dieser kurzen Zeit lernen konnten, zeigten sie dann am Freitagabend in der Sporthalle der Pestalozzischule. Beim Capoeira, einem brasilianischen Kampftanz, bei Kunststücken mit dem Springseil und bei schwierigen Übungen am Trapez, zeigten die jungen Künstler ihr Repertoire und sorgten nicht nur beim Publikum für Begeisterung. „Die Leistung bei der Aufführung war großartig. Einige haben sogar Dinge geschafft, die im Training fast nie funktioniert haben“, lobte Trainer Diallo seine Schützlinge und auch Ehrler-Kilian war begeistert von ihren Schülern. „Was die Kinder geschafft haben, ist unglaublich. Es ist toll, wie viel Selbstvertrauen sie mitnehmen konnten“, freute sich die Schulleiterin. Deswegen soll dieses Projekt fortgeführt werden. An Teilnehmern wird es dabei keinesfalls fehlen, denn die Kinder sind vom Zirkus-Ferienprogramm begeistert. Die 14-jährige Liane sprach das aus, was wohl alle dachten: „Ich hatte viel Spaß und werde nochmal mitmachen.“