nach oben
In der Luitgardstraße werden Stromleitungen verlegt. Foto: Ketterl
In der Luitgardstraße werden Stromleitungen verlegt. Foto: Ketterl
Die Christophallee wird Ende August drei Wochen lang voll gesperrt. Foto: Ketterl
Die Christophallee wird Ende August drei Wochen lang voll gesperrt. Foto: Ketterl
An der Steubenstraße wird eine Schmutzfangstelle eingebaut. Foto: Ketterl
An der Steubenstraße wird eine Schmutzfangstelle eingebaut. Foto: Ketterl
20.07.2017

Ferienzeit ist Baustellenzeit in der Goldstadt

Pforzheim. Hand in Hand und Zug um Zug wollen sie zusammenarbeiten – zum Wohle der Anwohner und des fließenden Verkehrs: das Grünflächen- und Tiefbauamt, die Stadtwerke Pforzheim (SWP) und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim (ESP).

Viel Geld nehmen sie in den kommenden Wochen in die Hand, um an diversen Baustellen im Stadtgebiet zu werkeln – in offener Bauweise wie im Verborgenen –, unter anderem solches, das sich aus dem Topf des kommunalen Investitionsprogramms des Bundes (insgesamt 6,1 Millionen Euro – darunter Geld für die Fußgängerzone und Beleuchtung) speist.

Wie zum Beispiel 150 000 Euro für die vom 21. August bis 15. September voll gesperrte Christophallee zwischen Hohenzollernstraße und Güterstraße. Die Fahrbahn wird saniert, die Bushaltestelle erneuert und in Höhe der Hohenstaufenstraße eine Querungshilfe eingebaut. Die SWP nehmen zuvor beidseitig in den Gehwegen Arbeiten zur Stromversorgung vor. Die Umleitung erfolgt über die Anshelmstraße, Güterstraße und Lindenstraße.

380 000 Euro verschlingt die Sanierung des Stützmauerkopfs, des Geländers und der Leitplanken bei der Nordstadtbrückenrampe zwischen der Zufahrt ZOB-Süd und dem Beginn der Nordstadtbrücke. Hier beginnen die Arbeiten Ende kommender Woche. In jede Richtung steht nur eine Fahrspur zur Verfügung.

Auf der anderen Seite der Stadt, neben der Büchenbronner Straße, wird der Gehweg nach der S-Kurve (wenn es bergauf von einer Fahrspur auf zwei Spuren geht) saniert (Bauzeit: 28. August bis 8. September, Kostenpunkt 15 000 bis 20 000 Euro).

Bereits begonnen wurden die kombinierten Maßnahmen des Grünflächen- und Tiefbauamts mit dem Eigenbetrieb Stadtentwässerung: die Erschließung der Baugebiete Lange Gewann (bis November) und Andreas-Odenwald-Straße (bis Herbst) sowie der Umbau der Steubenstraße (bis zum Frühjahr 2018).

Bei den abgeschlossenen Innensanierungsarbeiten des Hauptsammlers an der Jörg-Ratgeb-Straße/Weiherstraße/Wörth-straße konnte man die Pflasterarbeiten im Einmündungsbereich der Turnstraße bisher nicht vornehmen, weil die Jörg-Ratgeb-Straße während der Instandsetzung der Rossbrücke im Juni für den Umleitungsverkehr genutzt wurde (geplante Bauzeit: 14. August bis 25. August).

Die größte Einzelmaßnahme für eine Million Euro ist die Kanalsanierung in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße. Baubeginn ist 11. September, und die Arbeiten gehen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres.

Am 18. September starten die Belagsarbeiten auf der Güterstraße. In Höhe des Landratsamts Enzkreis gibt es eine Absenkung, was die Verkehrssicherheit beeinträchtigt – aus Sicht der Stadt Pforzheim bedauerlicherweise nach Ablauf der Gewährleistungspflicht der ausführenden Baufirma.

In der Steubenstraße wird für rund 70 000 Euro eine so genannte Schmutzfangstelle eingebaut. Das dauert ganz schön lange – vom 25. September bis 15. Dezember.

Mit einer Bauzeit von hingegen nur rund zwei bis drei Wochen muss für jede von knapp 20 Sanierungsarbeiten an Betonschachtdecken – zunächst im Stadtteil Haidach (Dresdner-/Leipziger Straße, Gumbiner Straße), dann im Altgefäll (Gablonzer-/Gminder Straße) und schließlich im Bereich Buckenberg/Kanzlerstraße – gerechnet werden.

In der „Inliner“-Technik – also ohne die ganze Straße aufzureißen – werden diverse Kanalsanierungen vorgenommen, die bis in den Herbst andauern: Am Nagoldhang, Beizweg, Bernhardstraße, Carl-Schurz-Straße, Friedrich-Hecker-Straße, Heinrich-Heyd-Straße, Huchenfelder Straße, Im Teich, Julius-Naeher-Straße, Kanzlerstraße, Kaulbachstraße, Kiehnlestraße, Lerchenstraße, Luisenstraße, Straße des 3. Husarenregiments, Tunnelstraße und Westliche (insgesamt 29. bis 36. Kalenderwoche).

Die SWP-Baustellen – die Auftragssumme beläuft sich auf über eine Million Euro – sind vor allem der stärkeren Durchdringung der Nordstadt mit dem Energieträger Fernwärme geschuldet. Den Anfang macht der Kreuzungsbereich Salier-/Ebersteinstraße (14 Wochen ab 21. August). Den Baustellenauftakt macht die Museumstraße (ebenfalls Fernwärme/zwölf Wochen), gefolgt vom Herdlesackerweg in Würm (Wasser/vier Wochen), der Gneisenaustraße Nord (Fernwärme, acht Wochen) und der Kanalstraße/Bleichstraße (Strom, Glasfaser/sieben Wochen).

Artikel zum Thema:

Flickschusterei an neuer Straße in Hohenwart

Pforzheimer Nordstadt bekommt Fernwärme

An der Tunnelbaustelle geht’s weiter rund

Baustellen in Pforzheim bremsen Verkehrsfluss

Große Baustelle in der City sorgt für Staus – Auch Busfahrgäste müssen umdenken