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Ein großes, internationales Buffet mit selbst zubereiteten Speisen gab es beim Fest für Geflüchtete und Einheimische in der Diakonie. Foto: Molnar
Ein großes, internationales Buffet mit selbst zubereiteten Speisen gab es beim Fest für Geflüchtete und Einheimische in der Diakonie. Foto: Molnar
01.10.2017

Fest für Geflüchtete im Rahmen der Interkulturellen Woche

Pforzheim. Eine gute Stimmung herrschte am Samstagnachmittag im Hermann-Maas-Haus. Im Rahmen der interkulturellen Woche und anlässlich des Tags des Flüchtlings veranstaltete die Diakonie Pforzheim wieder ein internationales Flüchtlingsfest – von, für und mit Geflüchteten, aber auch für Einheimische. Rund 200 Gäste aus Syrien, Afghanistan, Bosnien, Serbien oder dem Irak nahmen teil, sorgten selbst für ein reichhaltiges, kulinarisches Angebot.

Als Sozialarbeiter Milan Kopriva das Buffet eröffnete, war die Freude groß: Es gab gefüllte Weinblätter, Mandelreis mit Hühnchen, Börek, Baklava, Hackfleischtaschen, Kokosrollen mit Nüssen und viele andere Speisen – alles selbst zubereitet und in großen Töpfen von Diana Amoroso aus den Unterkünften abgeholt. Hassan Juned aus Syrien hat zum Beispiel arabische Kekse zubereitet – Tamria und Mamul. Zudem sorgte der 48-Jährige für Gesangseinlagen und betreute die anwesenden Kinder, für die ein Mal- und Schminktisch geboten war.

„Ich finde das Fest schön, es ist wie in einer Familie“, sagte Juned, der mit seiner Mutter, Schwester, Nichte und seinem Neffen gekommen war. Spaß haben und neue Kulturen kennenlernen wollten auch Mersija Mujérnovic und ihre Nachbarin Ana Marinkovic mit Sohn Stefan, sie waren zum zweiten Mal dabei. Neben den Speisen gab es auch Livemusik von in Pforzheim lebenden Flüchtlingen. Die kurdische Gruppe „Rojava“ (Aufsteigende Sonne) sang und spielte Lieder auf Arabisch, Kurdisch oder Türkisch. Sänger Ahmed spielte dabei auf der Saz, einer türkischen Gitarre, weiterhin wirkten Sherwan, Salih (beide Gesang) und Muhamed (Keyboard) mit. So wurde nach dem Essen ausgiebig getanzt und gefeiert. „Wir wollen ein schönes, gemütliches Fest für alle“, sagte Claus Spohn, Abteilungsleiter des Migrationsbereichs der Diakonie. Schon seit 1987 werde die Feier veranstaltet, im Laufe der Zeit änderten sich die Herkunftsländer der Teilnehmer.

Am Vorbereitungstreffen nahmen rund 20 Personen teil, darunter auch Flüchtlinge, die schon lange anerkannt sind. Beim Fest gab es dann die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen.