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Christin Treichel (16 Jahre) von der Gruppe „La Boom“ des Turnvereins Ispringen bei einer Soloeinlage. Tilo Keller
Christin Treichel (16 Jahre) von der Gruppe „La Boom“ des Turnvereins Ispringen bei einer Soloeinlage. Tilo Keller
16.05.2016

Festabend in der Jahnhalle im Zeichen der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich

Pforzheim. In herzlicher Atmosphäre haben die Sportler, die sich im Rahmen der Sportpartnerschaft Pforzheim – Saint-Maur-des-Fossés beim diesjährigen Pfingsttreffen begegnet sind, einen Festabend in der Jahnhalle verbracht. Fähnchen in deutschen und französischen Farben waren Symbol der freundschaftlichen Verbundenheit, die seit mehr als 50 Jahren besteht.

Den Auftakt machte der Goldstadt-Fanfarenzug. „Es ist für mich bewegend zu sehen, dass auch in diesem Jahr zum traditionellen Pfingsttreffen, unsere französischen Freunde mit annähernd 150 Sportlerinnen und Sportlern zu uns nach Pforzheim gekommen sind“, sagte Oberbürgermeister Gert Hager, der seine Rede auf Deutsch und Französisch hielt. Er erinnerte daran, dass es die sportpartnerschaftlichen Verbindungen bereits seit Anfang der 1960er-Jahre gibt, woraus vor mehr als 25 Jahren auch eine offizielle Städtepartnerschaft geworden ist – sie wurde 2014 in Saint-Maur gefeiert.

Die deutsch-französiche Freundschaft bezeichnete er als Grundlage für die Entstehung der Europäischen Union, so wie wir sie heute kennen. „Im Moment befindet sich dieses Europa, erschüttert durch Terroranschläge und einem noch nie dagewesenen Flüchtlingsstrom, in einer Vertrauenskrise“, sagte Hager. „In dieser Situation braucht es die Rückbesinnung auf die Grundlagen Europas, auf die Freundschaft“. Die deutsch-französische Freundschaft nannte er eine Inspiration, die einen Weg zeige, wie man aus einer Krise gefestigt hervorgehen und verlorenes Vertrauen wiedergewinnen könne. Dominique Soulis, Sportbürgermeisterin von Saint-Maur-des-Fossés erinnerte an die vielen Persönlichkeiten, die sich um die Sportpartnerschaft verdient gemacht haben. „Die Zeit vergeht, die Erinnerung bleibt“, sagte sie. „Ich habe Vertrauen in die Zukunft, unsere Freundschaft ist tief verankert.“

Von Mensch zu Mensch

„Für junge Sportler ist es vielleicht das erste Mal, dass sie auf Sportler treffen, die nicht die gleiche Sprache sprechen. Aber man versteht sich auch ohne Worte“, sagte Ursula Merlin vom französischen Partnerschaftskomitee. „Regeln respektieren und Fairplay sind die Regeln im Sport und gelten auch für das friedliche Zusammenleben in aller Welt.“ Die Freundschaft von Mensch zu Mensch, von Gruppe zu Gruppe und von Generation zu Generation sei das, was die Partnerschaft so haltbar mache.

Helmut Schmitt, Vorsitzender der Sportpartnerschaft auf deutscher Seite, nutzte die Gelegenheit, den Rathausmitarbeitern Monika Finna und Sven Kaiser, zu danken, die mit ihm die Begegnung organisiert haben. Neben der Musik des Goldstadt-Fanfarenzuges sorgten die jungen Tänzerinnen vom Turnverein Ispringen mit Tanzeinlagen für Abwechslung zwischen. ck