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Hörgenuss und Augenweide: Die Gruppe „Pamuzinda“ bannt zwischen „Hilda“ und PZ ihre Zuhörer mit Marimbaklängen und afrikanischer Kleidung. Foto: Seibel
Hörgenuss und Augenweide: Die Gruppe „Pamuzinda“ bannt zwischen „Hilda“ und PZ ihre Zuhörer mit Marimbaklängen und afrikanischer Kleidung. Foto: Seibel
Über ihnen das Schild, das auf die Mandela-Eiche hinweist, um sie herum große und kleine Zuhörer: Bruder Martin (links) und Daniel Awounou trommeln fürs Festival.  Foto: Seibel
Über ihnen das Schild, das auf die Mandela-Eiche hinweist, um sie herum große und kleine Zuhörer: Bruder Martin (links) und Daniel Awounou trommeln fürs Festival. Foto: Seibel
01.07.2016

Festival macht Laune: Afrikanische Lebensfreude steckt alle an

Pforzheim. Die Hektik des Alltags ist an diesem Freitag bereits vormittags passé. In der Stadt wird geklatscht und getanzt. Schon vor der eigentlichen Eröffnung des Afrika- und Gospelfestivals im Enzauenpark sprüht Pforzheim vor Lebensfreude. Verantwortlich dafür sind Musiker, die in der City – bei der Stadtkirche und vorm Hilda-Gymnasium – im Wortsinn die Werbetrommel rühren für das Fest des Vereins Afrika-Präsenz.

Wie ansteckend deren gute Laune wirkt, zeigt Andrea Dimbo. Sie habe gerade die Wohnung geputzt, berichtet die Anwohnerin der Stadtkirche, als vorm Fenster das Trommeln einsetzte. Auf einmal sei die Hausarbeit viel schneller von der Hand gegangen. So schnell, dass Dimbo Zeit findet, vor Ort mitzufeiern. Mittendrin in einem Pulk von Kindergartenkindern der Stadtkirchengemeinde, die zuhören und selbst ein Lied singen. „Wir sind Kinder einer Welt und trommeln, wie es uns gefällt“, trällern sie – zur Freude von Martin Ngnoubamdjum alias Bruder Martin und Jens Kück.

Bruder Martin ist Initiator des Festivals und trommelt gemeinsam mit Daniel Awounou am Fuße der Mandela-Eiche. Kück vertritt die Naturfreunde, die diese Eiche gestiftet haben und bundesweit Projekte für Afrika anstoßen.

Stadtkirchenpfarrer Hans Gölz-Eisinger, der wiederholt in Südafrika weilte und Mandela persönlich kennenlernen durfte, berichtet von einer dortigen Begegnung mit fröhlichen Schulkindern, die bei ihm Eindruck hinterlassen hat. Niemand werde mit Hass auf andere Menschen geboren, zitiert Gölz-Eisinger Mandela, Hass werde erlernt. „Wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen, zu lieben“, so der evangelische Pfarrer.

Das pralle Leben haben Hilda-Gymnasiasten vor Ohren und Augen, als „Pamuzinda“ im Schulhof aufspielt.

Bereits zum 16. Mal veranstaltet der Verein Afrika-Präsenz ein internationales Afrika- und Gospelfestival. Im Enzauenpark gibt es auch am Samstag und Sonntag je ab 11 Uhr in Kooperation mit dem von Frank Daudert betriebenen Biergarten ein buntes Programm mit Basar, Musik und Unterhaltung.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.