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18.07.2008

Feuerwehr: „Neue Wege gehen“ in luftiger Höhe

Pforzheimer Feuerwehrleute sind einiges gewohnt. 15 von ihnen stellten sich jetzt den Herausforderungen des Pforzheimer Wildparks. Und wild ging es dort tatsächlich zu. Friedliche Natur und aufregende Erlebnisse verspricht der vor zwei Jahren eröffnete Hochseilgarten in Pforzheim – und das alles vier bis zwölf Meter über dem Erdboden.

Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pforzheim durften sich auf einer Fortbildung in all dem üben, was für ihren Beruf wichtig ist: Teamgeist, mentale Stärke und Vertrauen zu den Kollegen.

„Abenteuer und Spaß“ will Klettergarten-Betreiber „CS-Naturkonzepte“ bieten – für Schulklassen, Privatleute, Familien und Unternehmen. Aktive Entspannung und entspannende Aktivität stehen im Vordergrund der Kletterei. „Neue Wege gehen“ sollten auch die Mitglieder der Feuerwehr. Und dafür ging es hoch hinauf.

In der ersten Aufgabe musste die Gruppe gemeinsam einen elektrischen Zaun überwinden. Die Teilnehmer sollten demonstrieren, dass sie in der Lage waren, als Team zu handeln. Die Feuerwehrleute bewiesen Hartnäckigkeit: Misserfolge ermutigten, die Strategie zu optimieren. Und die Bemühungen waren erfolgreich.

Beim Balanceakt, vier bis acht Meter über dem Boden schwebend, durften sie dann beweisen, was in tapferen Feuerwehrleuten steckt. Nicht ohne Sicherheitseinweisung wurden sie in die luftigen Höhen entlassen. Und dort galt es, das zu proben, was zum Alltag der Feuerwehr gehört – die eigenen Grenzen testen, den Umgang mit Gefahren üben und sich selbst in Extremsituationen ein wenig besser kennen lernen.

„Jeder darf, aber keiner muss“, lautete das Motto des nächsten Programmpunkts. Mentale Sicherheit war in der Übung „Pamper Pole“ gefragt. Nacheinander kletterten die Teilnehmer auf einen Mast. Dort, auf der schmalen Pfahlspitze, sollten sie eine elegante Halbdrehung hinlegen. Dann kam der Härtetest: Unten wartete das Sicherheitsteam, bestehend aus den übrigen Teammitgliedern. Auf deren Ansage hin hieß es: Springen! Sieben Meter tief – gesichert durch die Kollegen. Eine Aufgabe, die ein hohes Maß an Vertrauen erfordert.

Außergewöhnlich war diese Veranstaltung – schließlich klettert die Feuerwehr nicht alle Tage in einem Hochseilgarten herum –, aber gerade deshalb begeisterte die Aktion umso mehr. Danach zeigten sich sämtliche Mitglieder fasziniert von den aufregenden Übungen – und vielleicht auch ein wenig von der eigenen Courage.