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16.12.2015

Fieberhafte Suche nach weiteren Asylunterkünften

„Wir werden weiter bauen müssen“, hatte Sozialbürgermeisterin Monika Müller in der jüngsten Gemeinderatssitzung gesagt. Die Lage wird zusehends dramatischer. Bis Ende Januar, vielleicht noch bis ins Frühjahr hinein reichen die räumlichen Kapazitäten aus, die die Stadt nach aktuellem Stand für Flüchtlinge zur Verfügung hat.

An weiteren großen Notunterkünften führt aller Voraussicht nach kein Weg vorbei. Denn nach dem Zuzug von 240 Menschen allein am Mittwoch stehen in der knapp 500 Plätze bietenden Thales-Unterkunft laut Müller nur noch rund 50 weitere bereit und dies nur deshalb, weil im ehemaligen Verwaltungsgebäude ein zusätzlicher Rettungsweg geschaffen werden kann. Durchschnittlich 60 Asylsuchende kommen jede Woche in Pforzheim an, bis zum Ende des Jahres wird sich ihre Zahl auf 1300 erhöhen. Hält die Entwicklung an, muss Pforzheim bis Ende 2016 insgesamt mehr als 3700 Flüchtlinge aufnehmen.

Parallel zur Suche nach großen Unterkünften läuft jene nach kleineren Einheiten. Nach Müllers Angaben gibt es neben den bereits gesicherten Objekten weitere Optionen, etwa eine Bestandsimmobilie am Hauptgüterbahnhof, die allerdings nur für bis zu 40 Menschen geeignet sei. Anfang Januar soll zudem die Goethestraße 35 bezugsfertig sein. Zu dieser Unterkunft mitten in der City (die PZ berichtete), die mit bis zu 100 Asylsuchenden belegt werden kann, gibt es eine Veranstaltung zur Bürgerinformation, die am Montag, 21. Dezember, um 18 Uhr im Kleinen Saal des CCP beginnt. Neben Müller sitzen Diakonie-Chefin Sabine Jost, Polizeioberrat Oliver Hiller und Pfarrer Hans Gölz-Eisinger auf dem Podium.

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