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Hinten die Fassade der Galeria Kaufhof, davor die Videokünstlerin: Lisa Bergmann hat sich mit der Architektur und den Bewohnern Pforzheims befasst.
Hinten die Fassade der Galeria Kaufhof, davor die Videokünstlerin: Lisa Bergmann hat sich mit der Architektur und den Bewohnern Pforzheims befasst.
16.03.2016

Film ab für Pforzheim und seine Bewohner

Pforzheim. Eigentlich haben Pforzheimer diese Szenen tagtäglich vor Augen. Passanten vor dem Neuen Rathaus. Wartende in der Halle des Hauptbahnhofs. Bummler in der Fußgängerzone. Und doch gewährt diese Ausstellung einen völlig neuen Blick. „Vernacular Opacity“ hat Lisa Bergmann ihre Videoinstallation genannt, die von Donnerstagabend an im Projektraum des Vereins Leerstand als Freiraum (LAF) in der Östlichen 7 zu sehen ist.

Das Funktionale, aber auch das Undurchsichtige soll da also offenbar werden. Das klingt etwas sperrig, ist aber im Wortsinn eindrucksvoll.

Die gebürtige Nürnbergerin, die in Karlsruhe wohnt, hat sich für ihre Arbeit intensiv mit Stadtplanung allgemein, aber auch mit Pforzheim im Besonderen auseinandergesetzt. Sie recherchierte im Stadtarchiv und mit sprach dem städtischen Denkmalpfleger Christoph Timm.

Vor allem aber bannte die Videokünstlerin, Dokumentarfilmerin und Fotografin, die nach dem Studium der Bildhauerei Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe studiert hat, die Gesichter der Stadt im Bild. Ein Fokus gilt der vom Stil der 1950er- bis 1980er-Jahre geprägten, oft nüchtern wirkenden Architektur, der andere den Menschen.

„Was macht eine Stadt lebendig?“, fragt die 37-Jährige: „Was tragen die Bewohner dazu bei?“ Antworten sollen vor allem in den Köpfen der Betrachter reifen.

Die Vernissage beginnt am Donnerstag, um 19 Uhr.„Vernacular Opacity“ ist bis 3. April donnerstags bis sonntags von 15 bis 21 Uhr zu sehen.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news