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Die Organisatoren der Filme zum Thema Bildung, Bernd Rechel (Goldader), Christine Müh (Kommunales Kino) und Dietrich Gerhards (Bildungsgewerkschaft, von links), sind bereit für die Diskussion.  Foto: Seibel
Die Organisatoren der Filme zum Thema Bildung, Bernd Rechel (Goldader), Christine Müh (Kommunales Kino) und Dietrich Gerhards (Bildungsgewerkschaft, von links), sind bereit für die Diskussion. Foto: Seibel
26.01.2016

Filme im KoKi thematisieren die Lust an der Bildung

Pforzheim. Bildung ist ein vieldiskutiertes Thema in Deutschland. Das Kommunale Kino Pforzheim (KoKi) möchte mit seiner Veranstaltungsreihe „Leben Lernen Lehren“ interessierten Zuschauern Lösungsansätze zur Frage bieten, was Bildung ist und wie man sie vermittelt.Bereits zum vierten Mal lädt es in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Bildung und Wissenschaft sowie der Goldader Bildung im Februar zu zwei Dokumentarfilmen mit anschließender Diskussion ein. Ziel sei, in der filmischen Widerspiegelung zu zeigen, dass Lernen mehr Lust als Last sei, so Bernd Rechel, Vorsitzender der Goldader Bildung.

Am 1. Februar um 18 Uhr wird „Carmina – Es lebe der Unterschied“ gezeigt. Der Streifen handelt von der Inszenierung der Carmina Burana von Carl Orff durch eine Gruppe von über dreihundert behinderten und nicht behinderten Akteuren. Es soll die Möglichkeit einer gelungenen Inklusion im Angesicht von zwischenmenschlichen Problemen aufzeigen.

Der Film „Malala – Ihr Recht auf Bildung“ erzählt die Geschichte der jüngsten Friedensnobelpreisträgerin. Das aus Afghanistan stammende siebzehnjährige Mädchen Malala wurde angeschossen, weil sie gleiche Rechte und Bildung für Frauen auf der ganzen Welt erreichen will. Diese Vorführung findet am 15. Februar um 18 Uhr statt.

Zur Vorführung von „Carmina“ kommt der Regisseur Sebastian Heinzel. Bewohner einer Wohngruppe der Lebenshilfe haben sich ebenfalls angekündigt, da sie das Thema direkt betrifft. Auch einer Flüchtlingsgruppe stellt das KoKi Freikarten zur Verfügung. Nach „Malala“ gibt es genauso eine offene Diskussion mit dem Publikum.

Man wolle einen Bezug ins Hier und Jetzt herstellen und damit Denkanstöße liefern, erläutert Rechel. Die häufige Benachteiligung der Frauen in islamisch geprägten Gesellschaften habe Relevanz aufgrund des Flüchtlingsstroms.