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Die Abrissbirne kann kommen. Die Stadt steuert 850.000 Euro bei, um die alte CfR-Tribüne abreißen und neu aufbauen zu können. © PZ-Archiv/Fotolia/Dietz
11.03.2015

Finanzausschuss gibt grünes Licht für Abriss und Neubau von CfR-Tribüne

Pforzheim. Aufatmen beim 1. CfR Pforzheim: Der gemeinderätliche Finanzausschusshat grünes Licht für den Neubau der Tribüne des Stadions im Brötzinger Tal gegeben. Die Mehrkosten von 850.000 Euro für einen Neubau gegenüber einer Sanierung wurden mehrheitlich durchgewunken. Nur die Grüne Liste enthielt sich bei der Abstimmung, um so ihre Kritik am Verfahren zu unterstreichen.

Bildergalerie: CfR-Pläne: So könnte die neue Tribüne im Brötzinger Tal aussehen

Der gemeinderätliche Finanzausschuss stimmte einhellig für den von SPD-Stadtrat Henry Wiedemann eingereichten Antrag. Die Rechnung sieht ungefähr so aus: Mit einer Sanierung käme man jetzt billiger weg, aber da müsste dann in den nächsten Jahren immer wieder an anderer Stelle nachgelegen. Mit einem Neubau könnte man langfristig Geld sparen.

Die Stadt hatte den Holzhof, das frühere Stadion des VfR Pforzheim, der mit dem 1. FC Pforzheim zum 1. CfR Pforzheim fusionierte, für 2,5 Millionen Euro an die Stadtwerke Pforzheim verkauft, um eine große Fläche für den Trinkwasserschutz reservieren zu können. Doch dieses Geld reicht nicht, um die Stadionprobleme des CfR zu beheben. „Und weil die 2,5 Millionen vorne und hinten nicht reichten, tritt der CfR als Bauherr auf, die Umsatzsteuer wird nach EU-Recht optiert, sodass der Etat um 700.000 Euro auf rund 3,2 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Das werde bei den Diskussionen sehr oft vergessen, so Markus Geiser“, hatte PZ-Redakteur Martin Mildenberger jüngst berichtet.

Mit den vom Finanzausschuss durchgewunkenen 850.000 Euro, so Oberbürgermeister Gert Hager, habe man eine sportpolitische und bautechnische Entscheidung getroffen, die nachhaltig wirken solle. So wird im übernächsten Sportausschuss über das Nutzungskonzept diskutiert. Das Tribünengebäude soll offen für andere Vereine sein. Der CfR ist mit der Lebenshilfe im Gespräch, um Inklusionsprojekte ins Leben zu rufen. Die Rede war auch schon von anderen großen Sportereignissen im Stadion, etwa Rugby-Länderspiele oder American-Football-Matches.

Die Grüne Liste erklärte ihre Enthaltung mit einer „Salamitaktik“ von Seiten des CfR und mangelhafter Klarheit im Verfahren. Dabei hätten die Grünen schon früh dafür plädiert, einen Neubau ins Auge zu fassen und den Kostenrahmen höher anzusetzen. Inhaltlich sei man für einen Tribünenneubau.

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