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20.06.2017

Finanzausschuss spricht sich für Bestattungswald aus

Pforzheim. Der Finanzausschuss unter Leitung des Ersten Bürgermeisters Dirk Büscher hat sich am Dienstag in seiner öffentlichen Sitzung mit der Erweiterung des neuen Büchenbronner Friedhofs befasst. Im Stadtwald, der östlich an den Steinackerweg grenzt, soll ein etwa drei Hektar großer Bestattungswald entstehen (die PZ berichtete).

Dies wäre mit außerplanmäßigen Kosten von geschätzten 140 000 Euro verbunden, unter anderem für neue Wege, die das Waldstück mit dem bestehenden Friedhof verbinden. So soll eine räumliche wie organisatorische Einheit entstehen, die die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur wie Aussegnungshalle und Parkplätzen ermöglicht. Für die Verwaltung, den Betrieb und die Verkehrssicherung des Bestattungswaldes soll wie für das restliche Areal die Ortsverwaltung Büchenbronn zuständig sein.

Einst war vorgesehen, die städtische Incinea GmbH mit der Anlage und dem Betrieb des Bestattungswaldes zu beauftragen. Nach rechtlicher Prüfung steht allerdings fest: Dies ist nicht ohne öffentliche Ausschreibung möglich – samt dem Risiko, dass die Dienstleistungskonzession für den Bestattungswald-Betrieb in die Hände Dritter fällt. Und eben eine solche Konkurrenzsituation für den kommunalen Friedhofsbetrieb versucht die Stadt ja mit der Neuerung zu vermeiden. Ein weiteres Feld für naturnahe Erdbestattung soll zeitnah angegangen werden.

Kein Diskussionsbedarf

Der Bestattungswald geht auf einen überfraktionellen Antrag (CDU, SPD, WiP/LE/Linke, Grüne Liste, UB/LBBH) zurück, naturbelassene Bestattungsformen in Büchenbronn zu etablieren. Durch die Erweiterung des Angebots soll die Abwanderung von Bestattungsfällen aus der Stadt verhindert sowie die Auslastung und der Erhalt der Friedhöfe – und damit der Gebühren – nachhaltig gesichert werden. Einstimmig sprach sich der Ausschuss ohne weitere Diskussion für die Erweiterung aus. Das letzte Wort hat der Gemeinderat am Dienstag, 27. Juni.