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Da geht noch mehr: verhaltene Resonanz am Freitagnachmittag beim Konzert der hiesigen Band „Feintonfilter“.
Da geht noch mehr: verhaltene Resonanz am Freitagnachmittag beim Konzert der hiesigen Band „Feintonfilter“.
11.06.2019

Findet „Schloßpark Open“ Festival eine Fortsetzung?

Pforzheim. Die drei Festivaltage des „Schloßpark Open“ sind vorüber, die Veranstalter zufrieden. Ob es wohl eine Fortsetzung gibt? Zunächst gilt es, ein Fazit zu ziehen und finanzielle Möglichkeiten abzustecken.

Wie zufrieden sind die Veranstalter mit der Resonanz?

„Mit Blick auf die suboptimalen Wetterbedingungen an den ersten beiden Tagen sehr zufrieden“, sagt Claudia Baumbusch, stellvertretende Kulturamtsleiterin, auf PZ-Anfrage. Vor allem der Samstag sei „ein voller Erfolg“ gewesen. So sieht es auch Mitorganisator Tobias Gay von der Agentur „erlebnishelden“. Dass bei einem Open-Air-Festival mit freiem Eintritt bei Regen Gäste ausblieben, sei wenig überraschend. Überrascht hat Baumbusch indes die vielfältige Zusammensetzung des Publikums. Das Festival habe sich „als Ort der Begegnung unserer heterogenen und diversen Stadtgesellschaft erwiesen“.

Und dennoch: Es waren teils recht wenige Besucher, wie viele kamen denn insgesamt?

Das Kulturamt schlüsselt dies nach den drei Veranstaltungstagen auf. So seien es den kompletten Donnerstag über 500 gewesen – in Hochzeiten 100, überwiegend Studierende. Wie berichtet, verfolgten die Eröffnung nur 60 Besucher. Für den zweiten Tag – auch dieser lief schleppend an – verzeichnet das Amt 800 Gäste, mehr als 300 beim Auftritt der Band „Blackout Problems“. Der Samstag war laut Erhebung der beste Tag mit 1300 Gästen. Ab 17.45 Uhr habe man stets 300 bis 500 Zuhörer gezählt. Jedoch müssten jene abgezogen werden, die den Park nur passierten.

Erste Äußerungen hinsichtlich einer Wiederholung gab es bereits während des Festivals. Wie konkret ist das Vorhaben?

„Wir werden nach den Ferien, wenn alle beteiligten Partner wieder im Land sind, das gesamte Festival in einer ausführlichen Feedbackrunde Revue passieren lassen und evaluieren, was gut gelaufen ist und wo wir in Zukunft gegebenenfalls nachjustieren würden“, so Baumbusch. Gay wäre jedenfalls wieder mit dabei: „Wir haben das Ganze 2018 ja nicht ohne Grund gestartet.“ Er hofft, dass sich die Veranstaltung etabliert.

Würde man dann am aktuellen Konzept etwas ändern?

Auf diese Frage kann das Kulturamt noch keine Antwort geben. Dies entscheide sich, wenn die Verwaltung mit allen Partnern gesprochen habe. Eine gründliche Evaluierung sei Grundlage für weitere Diskussionen um eine Fortsetzung des Festivals. Erste Vorschläge gibt es von Gay: „Man müsste das Programm etwas entzerren, um mehr Zeit für den Umbau und den Wechsel zwischen den Bühnen zu haben“, findet er.

Dieses Jahr floss der Etat für die Kulturnacht in das Festival. Wie wird es künftig finanziert?

Die Frage nach den Ressourcen für ein solches Event ist eine der entscheidendsten. „Das Kulturamt hat im Haushalt für das kommende Jahr keine Mittel eingestellt“, gibt Baumbusch zu bedenken. Sollte das Budget knapper sein, ließe sich laut Gay am ehesten auf den Donnerstag verzichten. Der habe in diesem Jahr eher Kosten verursacht. In jedem Fall brauche es erneut Partner und Sponsoren: „Mit dem Getränkeverkauf allein ist ein solches Festival nicht machbar“, so Gay. Laut Baumbusch gelte es, zu überlegen, wie man mit den Möglichkeiten von Fundraising ein solches Event erneut realisieren könnte.