nach oben
Stadtrat Jens Kück, Erster Bürgermeister Roger Heidt, Peter Günther, Leiter der Netzbetriebe bei den Stadtwerken, Projektleiter Matthias Entrop, die Ingenieure Jan und Andreas Hutarew sowie Klaus Parey, Vorsitzender des Pforzheimer Fischereiclubs (vordere Reihe von links), mit den Plänen zur Fischtreppe an der Auerbrücke.
Stadtrat Jens Kück, Erster Bürgermeister Roger Heidt, Peter Günther, Leiter der Netzbetriebe bei den Stadtwerken, Projektleiter Matthias Entrop, die Ingenieure Jan und Andreas Hutarew sowie Klaus Parey, Vorsitzender des Pforzheimer Fischereiclubs (vordere Reihe von links), mit den Plänen zur Fischtreppe an der Auerbrücke.
22.01.2016

Fischtreppe an der Auerbrücke eingeweiht

Pforzheim. Mit einer Verzögerung von mehr als einem halben Jahr ist die Fischaufstiegshilfe am Flusskraftwerk Auerbrücke am Freitag eingeweiht worden. Mithilfe von 45 aneinander gereihten Becken können Fische wie Strömer, Nase und Barbe von nun an das Kraftwerksgebäude leichter passieren und ins Oberwasser schwimmen. „Die Fischtreppe war Bedingung dafür, dass der Betrieb der Turbinen für weitere 30 Jahre genehmigt werden konnte“, sagte Erster Bürgermeister Roger Heidt.

Mit der Baumaßnahme ist die vom Gesetzgeber geforderte ökologische Durchgängigkeit für zahlreiche Fischarten der Enz gewährleistet. Doch nicht nur die Tiere profitieren. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) können künftig mehr Strom erzeugen. Man geht von einer Leistungssteigerung um rund zehn Prozent aus. „Damit erzeugen wir ab jetzt etwa 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr“, sagte SWP-Geschäftsführer Thomas Engelhard. 1000 Haushalte könnten damit versorgt werden.

Im Rahmen der Baumaßnahme an der Auerbrücke wurden neben der Errichtung der Fischauf- und -abstiegshilfe auch die Turbinen ausgebaut und generalüberholt, die Generatoren ertüchtigt, die Steuerung automatisiert sowie die Rechenanlage modernisiert. Die automatische Steuerung von Turbinen und Wehranlage wird für den höheren Ertrag bei der Stromgewinnung sorgen. Insgesamt wurden für all diese Maßnahmen 2,7 Millionen Euro investiert.

Ursprünglich hätte die Fischtreppe bereits im Mai 2015 fertiggestellt werden sollen. „Wir haben allerdings immer wieder Überraschungen erlebt“, erinnerte sich Andreas Hutarew vom Pforzheimer Ingenieurbüro Dr. Hutarew & Partner. Während im Untergrund an einer Stelle Leitungen fehlten, stießen die Arbeiter anderswo unerwartet auf Fels und Beton. Die dadurch resultierenden Verzögerungen sorgten schließlich für Mehrkosten in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. Seit Dezember ist das Kraftwerk wieder in Betrieb.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.