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Metzgermeister Thomas Weiß präsentiert bei Edeka-Berger in Birkenfeld einen Teil eines trockengereiften Rinderrückens. Foto: Ketterl
Metzgermeister Thomas Weiß präsentiert bei Edeka-Berger in Birkenfeld einen Teil eines trockengereiften Rinderrückens. Foto: Ketterl
10.01.2019

Fleischer-Lehre auf der Kippe: Berufsschule muss um Ausbildungsgänge bangen

Pforzheim. Das von der PZ in den Blick gerückte Verschwinden klassischer Metzgereien aus der Innenstadt treibt viele Leser um. Bedauern klingt aus Rückmeldungen heraus, aber auch der Wunsch nach einer Trendwende. Dies scheint schwierig, und das nicht nur, weil etablierte örtliche Metzger auf Nachfrage das Betreiben einer City-Filiale als nicht auskömmlich einschätzen. Auch in Sachen Fachpersonal könnte sich der Mangel noch verschärfen.

Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist derart rückläufig, dass die Alfons-Kern-Schule um den Fortbestand dieser Schiene bangen muss. Indes reagieren Betreiber von Supermärkten aufs veränderte Kundenverhalten.

Wie ist die Lage bei der Ausbildung von Fleischfachverkäufern?

Die Entwicklung der Schülerzahlen an der Alfons-Kern-Schule (AKS) im Nahrungsmittelhandwerk (Fleisch) ist bedenklich. Im Schuljahr 2017/2018 traten an der AKS zehn angehende Fleischfachverkäufer ihre Ausbildung an. Im Jahr zuvor waren es gar nur sieben Azubis. Auch im Schuljahr 2015/2016 wurden zehn Auszubildende gezählt.

Was bedeutet die aktuelle Entwicklung für andere Anbieter hochwertiger Fleisch- und Wustwaren wie die Edeka-Märkte?

„Von wegen ,Geiz ist geil‘“, sagt Frank Berger. Er betreibt drei Edeka-Märkte: in Huchenfeld, Neuenbürg und Birkenfeld. Sein dortiger verlängerter Arm, Metzgermeister Thomas Weiß, sei „eine Granate“. Der gläserne Trocken-Reifungs-Schrank hinterm Verkaufstresen mit den sehr gut abgehangenen, mächtigen Entrecotes oder T-Bone-Steaks seien noch gar nichts – verglichen mit den vier Schränken mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Räumen hintendran: vier Stück, mit über 100 Kilo edlem Fleisch. „Und wir kommen mit der Produktion und Veredelung nicht nach“, sagt Berger, „die Leute sind bereit, für etwas Gutes mehr zu bezahlen.“

„Der Trend geht klar zum Hochwertigen“, bestätigt Günter Wachtler, dessen Familie den Edeka am Ludwigsplatz, aber auch den neuen, modernen Markt an der Postwiesenstraße betreibt: „Die Kunden essen weniger, aber dann gutes, gesundes Fleisch“ – zunehmend in Bio-Qualität. Wachtler beschäftigt zwei Metzgermeister.

Mehr lesen Sie am Freitag, 11. Januar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Demagoga
14.01.2019
Fleischer-Lehre auf der Kippe: Berufsschule muss um Ausbildungsgänge bangen

In der "City" steht man auf bereits "Zubereitetes". Senioren oder Anwohner machen so wenig Umsatz, dass hiervon bei den Mieten k kaum jemand überleben würde, der reine Qualität ohne Füllstoffe oder günstige Beilagen anbietet. Zum Inhalt des Artikels frage ich mich allerdings, ob das jetzt Werbung für Edeka-Märkte sein sollte? Bilden die Wurst- und Fleischabteilungen Lehrlinge aus? Wenn das jemanden betrifft, wären ja wohl die Metzgermeister in Pforzheim und Umland Ansprechpartner gewesen und - ...... mehr...