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Foto: Symbolbild © dpa
02.02.2016

Flüchtlinge: Clubbetreiber hoffen auf Polizei

Mehrere Freiburger Clubs haben Ende Januar einen Schritt gewagt, der in ganz Deutschland für Aufsehen sorgte: Pauschal wurde Flüchtlingen der Eintritt verwehrt – Sexual-Delikte und Schlägereien seien der Grund für diese Maßnahmen gewesen. In Pforzheim gebe es ähnliche, wenn auch nicht so schwer wiegende Probleme, sagt ein Clubbetreiber.

Gegenüber der PZ spricht er von Fällen, in denen stark betrunkene Asylbewerber handgreiflich geworden sein sollen, nachdem ihnen der Zutritt verwehrt worden war. Die jungen Flüchtlinge würden häufig in großen Gruppen auftreten und vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschrecken. PZ-Leser schilderten in zwei Fällen sexuelle Übergriffe in Diskotheken – bei beiden hätte aber das Sicherheitspersonal die Übeltäter sofort des Lokals verwiesen. Zumindest teilweise hätte das Personal anhand der Ausweise festgestellt, dass es sich um Flüchtlinge handelt.

Damit es in Pforzheim erst gar nicht zu einer Situation wie in Freiburg kommt, wollen einige Gastronomen unter dem Dach der „Gastro Initiative Pforzheim“ präventive Maßnahmen mit der Polizei erarbeiten – auch um die Sicherheit im Allgemeinen zu thematisieren. Neben besagten Problemen habe es in der Vergangenheit zunehmend Diebstähle in den Lokalen gegeben, welche man aber nicht den Flüchtlingen zuschreiben wolle.

Beim zuständigen Polizeipräsidium in Karlsruhe wusste man am Freitag von den Problemen im Pforzheimer Nachtleben nichts. Wie Pressesprecher Fritz Bachholz auf PZ-Anfrage mitteilte, seien weder konkrete Vorfälle bekannt, noch sei die Polizei je zu einem Einsatz solcher Art gerufen worden. Das widerspricht den Angaben eines Clubbesitzers. Laut Polizei gebe es zwar einige Anschuldigungen, die eingeleiteten Ermittlungen würden aber meistens auf eine falsche Verdächtigung hinauslaufen.

Clubchefs berichten von einem Gespräch mit Polizei und Ordnungsamt am Montag. Dabei hätten Gastronomen die Polizei um Unterstützung gebeten. Nach ersten Informationen will diese künftig enger mit den Clubs zusammenarbeiten.