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Im Nähcafé entstehen Taschen, Kissen, Schürzen und Decken. Darüber hinaus können sich die Frauen austauschen. Sehr zur Freude von Nähcafé-Leiterin Judith Ehrfeld, Birivan Ebo aus Syrien, Sprachkurs-Leiterin Mülkiye Kurt, Kalo Selo Alhan mit Tochter Lelyan aus dem Irak, Sprachlehrerin Adeela Abdullah, Ramona Kasper, Martina Nothardt und dem vierjährigen Aryan (von links).
Im Nähcafé entstehen Taschen, Kissen, Schürzen und Decken. Darüber hinaus können sich die Frauen austauschen. Sehr zur Freude von Nähcafé-Leiterin Judith Ehrfeld, Birivan Ebo aus Syrien, Sprachkurs-Leiterin Mülkiye Kurt, Kalo Selo Alhan mit Tochter Lelyan aus dem Irak, Sprachlehrerin Adeela Abdullah, Ramona Kasper, Martina Nothardt und dem vierjährigen Aryan (von links).
01.12.2015

Flüchtlingsfrauen im Nähcafé: Stoff für eine bessere Zukunft

Pforzheim. Das Familienzentrum Au hilft Flüchtlingsfrauen, in Pforzheim Fuß zu fassen. Im neuen Nähcafé fertigen Teilnehmerinnen Schönes und lernen nebenher Deutsch. Und mit speziellen Sprachkursen wollen die Verantwortlichen Asylbewerberinnen dabei unterstützen, in der deutschen Gesellschaft anzukommen.

Ein gleichmäßiges Rattern ist zu hören, dazwischen leise Stimmen und Lachen. Sieben Frauen sitzen an verschieden großen Tischen, vor sich Nähmaschinen. An den Wänden stehen weiße Regale, gefüllt mit bunten Kissen, Kosmetiktaschen, Körbchen, Schürzen, Strickmützen oder Teelichthaltern mit Häkelbordüren. All diese liebevoll mit verschiedenen Stoffen hergestellten Produkte sind das Ergebnis des Nähcafés im Familienzentrum Au. Nachdem es zuvor in einem kleinen, versteckten Zimmer untergebracht war, kann man nun von der Calwer Straße aus durch das Schaufenster direkt in den bunten Landen hineinschauen.

Im Nähcafé geht es aber nicht nur darum, hübsche Sachen herzustellen und diese dann zu verkaufen. Das offene, niederschwellige Angebot soll auch einen Beitrag zur Integration der Frauen aus Eritrea, Pakistan, Mauritius, der Türkei oder dem Irak leisten: „Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir uns auf Deutsch austauschen und auch bestimmte Werte wie zum Beispiel Qualität der Arbeiten vermitteln“, sagt Leiterin Judith Ehrfeld.

Zudem bietet das Familienzentrum Au sogenannte Frauenkurse für jeweils zehn Asylbewerberinnen mit Bleibeperspektive direkt in der Flüchtlingsunterkunft, dem ehemaligen St. Trudpert, an. Und findet begeisterten Zuspruch.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.