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Heute noch eine grüne Wiese, bald schon eine Asylbewerberunterkunft? Hier soll das Gebäude entstehen, über das sich die Anwohner in den dahinter liegenden Häusern ärgern. Foto: Ketterl
Hier soll die Flüchtlingsunterkunft entstehen
16.10.2014

Flüchtlingsheim: "Bürgerinitiative Hohenäcker" gründet sich

Mit deutlichen Worten ist am Donnerstag die frisch gegründete Bürgerinitiative Hohenäcker an die Öffentlichkeit gegangen. „Einen schlechteren Standort für ein Asylbewerberheim gibt es wohl kaum“, wird Thomas Gallus in der Pressemitteilung zitiert. Er ist einer der Anwohner der Wilhelm-Lenz-Straße, an der eine Flüchtlingsunterkunft entstehen soll.

Umfrage

Die "Bürgerinitiative Hohenäcker" wehrt sich gegen das geplante Flüchtlingsheim an der Wilhelm-Lenz-Straße. Können Sie die Wut der Anwohner nachvollziehen?

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Nein 15%
Mir egal 2%
Stimmen gesamt 953

In der Mitteilung der Initiative ist außerdem von „Ungereimtheiten“ in der im Gemeinderat vorgelegten Standortanalyse die Rede. Diese würden nun von einem Anwalt geprüft. 100 Flüchtlinge sollen im Norden Pforzheims ab Ende 2015 in einem Gebäude auf dem 1690 Quadratmeter großen Grundstück unterkommen, 120 bis 150 Anwohner leben bisher im dortigen Mischgebiet (die PZ berichtete).

Just dieses Verhältnis bereitet der Bürgerinitiative Sorge: Das Verhältnis sei nicht „sozial stabil“ und gleiche „eher einer Ghettoisierung“. Man sei bei der Analyse der Standortauswahl zu einem „für die Stadt Pforzheim vernichtenden Urteil“ gekommen, heißt es weiter. Demnach vermittelten die städtischen Unterlagen ein falsches Bild über den Standort. Gespräche mit Gemeinderatsmitgliedern hätten zudem ergeben, dass diese zum Teil nicht über weitere mögliche Standorte Bescheid gewusst hätten. In der Gemeinderatsbeilage, die allen Stadträten zuging, sind diese jedoch aufgelistet. Allerdings gibt es Streit über die Frage, wann sie die Unterlagen erhalten haben. FDP und Freie Wähler hatten Oberbürgermeister Gert Hager vorgehalten, erst nach der Presse von den Plänen erfahren zu haben. Dies sei „schlicht unwahr“ schrieb Hager gestern in einer Pressemitteilung.

Die Pressemitteilung der BI Hohenäcker wurde HIER zum Download bereitgestellt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der "Pforzheimer Zeitung".

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