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Elisa Pauline Herrmann (links) mit Professorin Sibylle Klose. Foto: Hochschule
Elisa Pauline Herrmann (links) mit Professorin Sibylle Klose. Foto: Hochschule
Ein Stück aus der Abschlusskollektion „WEAR PF“. Foto: Haack
Ein Stück aus der Abschlusskollektion „WEAR PF“. Foto: Haack
11.05.2018

Förderpreis für Pforzheimer Mode-Absolventin Elisa Paulina Herrmann

Pforzheim. Elisa Paulina Herrmann, Mode-Absolventin der Hochschule Pforzheim, hat für ihre Bachelor-Abschlusskollektion „WEAR PF“ erneut einen Preis erhalten. Sie wurde mit dem Förderpreis der Wilhelm-Lorch-Stiftung im Bereich Kreation ausgezeichnet, dem wichtigsten Preis der deutschen Textilindustrie.

Gemeinsam mit ihrer Bachelor-Betreuerin Professorin Sibylle Klose von der Fakultät für Gestaltung hat sie den Preis in Heidelberg im Rahmen des 60. Forum der TextilWirtschaft entgegengenommen. Im April wurde Herrmann bereits mit dem Förderpreis der Wirtschaft und Stadtmarketings Pforzheim (WSP) ausgezeichnet. Was ist hässlich, was ist schön? Ist Pforzheim hässlich, ist Pforzheim schön? Mode-Designerin Elisa Paulina Herrmann untersuchte in ihrer Abschlusskollektion „WEAR PF“, wie die Kontraste einer Stadt der Mode Form geben können. Es scheint allgemeiner Konsens zu sein: Pforzheim ist hässlich. In Berlin geboren, kam die 22-Jährige noch vor der Schule nach Pforzheim und ist in der Stadt aufgewachsen. Für ihre Abschlusskollektion hat sie Parallelen zwischen der Stadt und der aktuellen Mode festgestellt: In der Mode verschwimmen die Grenzen zwischen schön und hässlich. Die Studentin weiß, dass Pforzheims Identität vielschichtig ist, ein Zusammenspiel von hässlich und schön, eine Multi-Kulti-Stadt, die eine ganz eigene Ästhetik besitzt.

Stadt steckt auch im Schnitt

All die Kontraste, die Pforzheim ausmachen, entdeckt man in der Kollektion: Im Schnitt beispielsweise bedient sich die Designerin, die aktuell im Master Creative Knitwear Design in Rom studiert, der Deformierung. Alles wirkt ein bisschen falsch, hier sind Nähte zu lang, dort ein Ärmel zu kurz, manches wirkt schief und etwas eigenartig. Bei der Materialauswahl ist sie vom Träger ausgegangen: „Was hat jeder im Schrank? Shirts, Jeans-Hosen und einen Strickpulli“, sagt sie. Aus diesem Grund finden sich solche Basics in „WEAR PF“ wieder. „Meine Kollektion soll unbedingt tragbar sein, für Frauen und für Männer.“ In der Farbwahl hat sie sich am Wappen der Stadt Pforzheim orientiert, rot, blau, gelb und weiß sind die Basisfarben, die auch in helleren Nuancen auftauchen.