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24.07.2016

Fotovoltaikanlagen in Pforzheim: Genug Strom für 100 Haushalte

Pforzheim. Viele Dächer von Schulen, Verwaltungsgebäuden und Sporthallen in Pforzheim glänzen mittlerweile blau. Grund dafür sind Fotovoltaikanlagen, die die Stadt mit klimafreundlichem Strom versorgen. Seit 1997 wird auf städtischen Dächern Solarstrom produziert – mittlerweile hat die Stadt zehn eigene Solarstromanlagen errichtet.

Nun stehen die Ergebnisse der Solarstromproduktion für 2015 fest: In den zehn stadteigenen Fotovoltaikanlagen wurden insgesamt 431 247 Kilowattstunden Solarstrom erzeugt. Der produzierte Strom dient hauptsächlich der Eigennutzung in den jeweiligen Gebäuden. Der Überschuss, wie der in den Sommerferien produzierte Strom auf einem Schuldach, wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Rechnerisch könnten mit dem in städtischen Anlagen erzeugtem Strom etwa 100 Vier-Personen-Haushalte für ein Jahr versorgt werden.

„Die Solarstromergebnisse aus 2015 sind sehr erfreulich“, so Umweltdezernentin Sibylle Schüssler. „Aus Gründen des Klimaschutzes und im Hinblick auf die ambitionierten Klimaschutzziele, die sich die Stadt Pforzheim gesetzt hat, ist es wichtig, das Potenzial auf unseren städtischen Dächern auszunutzen und auch weiterhin Solarstromanlagen zu installieren.“

Gerade beim Neubau städtischer Gebäuden solle die Installation von Fotovoltaikanlagen selbstverständlich sein. Eine Anregung hatte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer bei seinem Vortrag im PZ-Forum gegeben: In Tübingen wird derzeit überlegt, eine Installationspflicht für Solaranlagen in Bebauungsplänen festzulegen. 2016 dürfte die Solarstromproduktion auf städtischen Gebäuden noch höher ausfallen. Denn vor kurzem gingen auf der Bertha-Benz-Halle und dem Gebäude der Technischen Dienste zwei weitere städtische Anlagen in Betrieb.