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Da waren es noch vier: Die Grüne Liste am Dienstag, rechts der nun ausgetretene Felix Herkens, neben ihm Eckehard von Laue, dann Axel Baumbusch und Emre Nazli, vorne Jens Kück (SPD). Foto: Ketterl
Da waren es noch vier: Die Grüne Liste am Dienstag, rechts der nun ausgetretene Felix Herkens, neben ihm Eckehard von Laue, dann Axel Baumbusch und Emre Nazli, vorne Jens Kück (SPD). Foto: Ketterl
Uta Golderer (Mitte) saß am Dienstag bereits nicht mehr bei ihrer früheren Fraktion, sondern zwischen Wolfgang Schulz (WiP) und Ellen Eberle (SPD) – und stimmte fürs Einsparen einer Bürgermeister-Stelle.  Foto: Ketterl
Uta Golderer (Mitte) saß am Dienstag bereits nicht mehr bei ihrer früheren Fraktion, sondern zwischen Wolfgang Schulz (WiP) und Ellen Eberle (SPD) – und stimmte fürs Einsparen einer Bürgermeister-Stelle. Foto: Ketterl
Getrennte Wege wie bei dieser Abstimmung gehen künftig Hans-Joachim Bruch (LBBH) und die UB-Räte Thomas Goßweiler und Bernd Zilly (von links).   Foto: Ketterl
Getrennte Wege wie bei dieser Abstimmung gehen künftig Hans-Joachim Bruch (LBBH) und die UB-Räte Thomas Goßweiler und Bernd Zilly (von links). Foto: Ketterl
27.07.2016

Fraktionen-Beben im Gemeinderat geht bei den Grünen weiter

Pforzheim. Vier Wochen nach seiner Verpflichtung als Stadtrat verlässt auch der erst nachgerückte Felix Herkens die Grüne-Liste-Fraktion und schließt sich mit der jüngst dort ausgetretenen Stadträtin Uta Golderer zu einer Gruppierung zusammen. Diese soll den Namen „Bündnis 90/Die Grünen“ tragen. Das haben beide am Mittwoch per Pressemitteilung bekanntgegeben. Damit hat die Grüne Liste nach Sibylle Schüssler, die zur Baubürgermeisterin gewählt wurde und für die Emre Nazli nachrückte, sowie Renate Thon, für die Herkens nachgerückt war, binnen sechs Wochen vier Stadträte verloren, zwei davon ersatzlos.

Den raschen Ausstieg aus der nach der Kommunalwahl 2014 ursprünglich fünfköpfigen Fraktion begründet Herkens mit persönlichen Differenzen im Rahmen seines Nachrückverfahrens – die Grüne Liste hatte, offiziell als Folge eines Missverständnisses, fälschlicherweise seinen Mandatsverzicht vermeldet –, aber auch gemeinsam mit Golderer mit unterschiedlichen politischen Ansichten.

„Uns geht es in erster Linie um grüne Inhalte unserer Arbeit“, heißt es weiter. Diese seien zuletzt aus ihrer Sicht über die Grüne Liste weniger zu vertreten und zu verwirklichen gewesen als in einer kleinen eigenen Gruppierung, verdeutlicht Golderer auf PZ-Nachfrage. „Wir hätten uns einen offenen Dialog gewünscht“, so Grüne-Liste-Fraktionschef Axel Baumbusch, der die frühere Streitkultur innerhalb der Grünen Liste betont und auf die sozial und umweltpolitisch geprägten Fraktionsanträge verweist. Die Grüne Liste habe von dem Austritt per E-Mail am Mittwochmorgen erfahren.

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