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Tauben sind allgemein wenig beliebt. Ihr Kot verursacht große Schäden.
Tauben sind allgemein wenig beliebt. Ihr Kot verursacht große Schäden. © dpa
11.01.2013

Frau hört nicht auf Tauben zu füttern - 5000 Euro Strafe

Darmstadt/Pforzheim. Weil sie einfach nicht damit aufhören kann, immer wieder Tauben zu füttern, soll eine Frau aus Darmstadt nun 5000 Euro Bußgeld zahlen. Die 50-Jährige verteilt kiloweise Futter an die Vögel - trotz eines Verbots. Damit lockt sie jetzt schon Ratten an. Auch in Pforzheim darf man die wenig beliebten Tiere nicht füttern.

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«Sie verstößt damit nahezu täglich gegen die Stadtsatzung», sagte ein Polizeisprecher am Freitag über die selbst ernannte Tierschützerin. Gegen sie liefen etwa 70 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks muss die Frau mittlerweile 5000 Euro für jeden Verstoß zahlen. Die selbst ernannte Tierschützerin ist sich vermutlich nicht bewusst, was sie ihren Mitmenschen antut. Ihre Fütteraktionen locken hunderte von Tauben an - und mittlerweile sogar Ratten.

Da die Frau nicht einsichtig ist, will ihr das Ordnungsamt nun das Auto wegnehmen. Mit dem transportiert sie das viele Futter. Die Ordnungshüter sehen hier die einzige Möglichkeit den Fütterungszwang der Frau zu unterbinden.

Natürlich gibt es auch in Pforzheim ein Taubenfütterungsverbot. Wer dagegen verstößt, muss mindestens 25 Euro Bußgeld bezahlen. Ist die Tierliebe so groß, dass man das Füttern nicht lassen kann, verdoppeln sich die Bußgelder bis zum Höchstbetrag, der in Darmstadt bei 5000 Euro liegt.

Pforzheim löst das Taubenproblem mit der Errichtung von Taubenhäusern, die von autorisierten Personen betreut werden. Das finden vor allem Tierschützer gut.

Taubenhäuser bei der Inselschule und in der Kallhardt-Anlage, die in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein betreut werden.

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