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Präsentieren das Werk der Mädchengruppen: Geschäftsführerin Alison Bussey, Antoniette Gaggiano (Gruppenleiterin Medien und Kreativgruppe), Geschäftsführerin Angela Blonski und Maryana Zalfa (Teilnehmerin der Medien und Kreativgruppe, von links). Foto: Gredel
Präsentieren das Werk der Mädchengruppen: Geschäftsführerin Alison Bussey, Antoniette Gaggiano (Gruppenleiterin Medien und Kreativgruppe), Geschäftsführerin Angela Blonski und Maryana Zalfa (Teilnehmerin der Medien und Kreativgruppe, von links). Foto: Gredel
16.09.2016

Frausein leichter gemacht: Neue Angebote im Mädchenbildungszentrum

Pforzheim. Es ist ein Platz zum Wohlfühlen, ein Ort der Freiheit, an dem man so sein kann, wie sie ist: das Mädchenbildungszentrum (MBZ). Es ermöglicht Mädchen und jungen Frauen zwischen 13 und 25 Jahren interkulturelle Begegnung und Austausch.

In einem geschützten und vertrauten Rahmen setzten sie sich in themenspezifischen Kleingruppen zusammen, um neue Erfahrungen zu sammeln und Selbstbewusstsein aufzubauen. Das Zentrum, das im Oktober vergangenen Jahres in der Nordstadt eröffnet wurde, entstand aus der Kooperation zwischen dem Verein Lilith und der SJR Betriebs GmbH sowie durch Förderung des Ministeriums für Soziales und Integration.

Mit neuen Angeboten und einer eigens gestalteten Homepage wollen die Geschäftsführerinnen des MBZ, Angela Blonski und Alison Bussey, und ihre zehn Mitarbeiterinnen richtig durchstarten. Seit März haben die Gruppenleiterinnen Antonietta Gaggiano und Isabelle Possehl mit der Teilnehmerin Maryana Zalfa in der Medien- und Kreativgruppe an der Programmierung der Internetseite gearbeitet.

Alles auf einen Blick

„Es ist wichtig, dass auf der Seite alle Angebote zu sehen sind und alles, was wir gerne machen. Von Ausflügen, über das Musikhören, bis hin zum Schminken, Filmeschauen oder einfach nur reden und kochen“, erklärte Zalfa stolz. Es sei wichtig, die Frauen in unterschiedlichsten Formen zu unterstützen, sagte Blonski. Darum gibt es beim MBZ auch viele weitre Angebote. In der Theatergruppe können die Mädchen Stücke einstudieren oder sich bei „Ladies first“ in einer offenen Gruppe treffen. Neu ist „WenDo“, ein Selbstbehauptungs- und Verteidigungskurs, der im September und Oktober und auch im Rahmen des ersten Pforzheimer Weltmädchentags stattfinden soll. Zu diesem Anlass haben die Frauen eine Puppe n gestaltet, die im Landtag ausgestellt wird. „Durch das gemeinsame Gestalten werden Themen wie Freiheit angesprochen“, sagte Bussey.

Das Angebot „Liebe ist bunt“ richtet sich vor allem an homo- oder bisexuelle Mädchen und Frauen, die sich in Gruppen über ihre Gefühle und Ängste austauschen möchten. „Das liegt uns sehr am Herzen“, so Blonski. „Wir merken, dass es die Mädchen bewegt und Bedarf besteht. Es gibt sonst keine Anlaufstelle für sie in Pforzheim. Wir wollen sie begleiten und Mut machen.“ Durch Übungen und Gespräche sollen im Rahmen des politischen Bildungsangebots zum Thema Antidiskriminierung Themen wie Rassismus, Sexismus, aber auch Demokratie behandelt werden. Dienstags zwischen 16 und 18 Uhr kann das MBZ kennengelernt werden.

Weitere Infos per E-Mail unter info@maedchenbz.de und auf: www.maedchenbz.de