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06.03.2017

Freie Wähler besorgt wegen Zukunft des Gruschtelmarkts

Pforzheim-Würm. Das Aschermittwoch-Heringsessen der Freien Wähler in Würm ist unter dem Motto gestanden: „Wollen wir so weitermachen?“ Die beiden Stadträte Carol Braun und Michael Schwarz nahmen dies zum Anlass, eine Halbzeitbilanz ihrer Gemeinderatsarbeit zu ziehen.

Beide betonten unisono, dass die Fraktion mit der FDP sehr harmonisch sei und bestimmt von sachlichen Diskussionen. Die Halbzeitbilanz für den Pforzheimer Gemeinderat falle leider etwas anders aus. Die Finanzen beziehungsweise der Haushalt, so Michael Schwarz, sind geprägt durch das Testat des Regierungspräsidiums Karlsruhe „Haushaltsnotlage“ Anfang 2016 sowie deren ernsthafter Rüge, dass die Stadt Pforzheim die Auflagen der Haushalte 2013/14 und 2015/2016 nicht erfüllt habe. Grundsätzlich sehen die Freien Wähler alle „Prestigeobjekte“ sehr kritisch. Diese würden die ohnehin schon prekäre Finanzlage der Stadt enorm belasten.

Die Freien Wähler fordern, dass das CongressCentrum weiter von den städtischen Mitarbeitern der PKM in Eigenregie betrieben wird. Besorgt sind die Freien Wähler über die Zukunft des traditionellen Grutschtelmarkts. Man werde den Eindruck nicht los, dieser soll mittelfristig gestrichen werden. Zuletzt ging Carol Braun auf die aktuelle Meldung Gewerbeansiedlung Ochsenwäldle ein. Fakt sei: Dieses Gewerbegebiet gebe es bisher nur als Fotomontage, und ohne die Enzkreisgemeinden Wurmberg und Niefern-Öschelbronn funktioniere die Umsetzung sowieso nicht. Porsche habe klar erklärt, dass man sich mittelfristig, also ab 2020, mit dem Thema befassen werde. Es handelt sich jedoch nicht um eine Ansiedlung der Porsche SE, sondern um Dienstleister und Lieferanten.

Abschließend erläuterten die beiden Stadträte, dass man als Freie Wähler auch etwas Positives habe bewirken können. So seien Planungsraten für die beiden Feuerwehrgerätehäuser in Würm und Hohenwart eingestellt, der Neubau des Stadtteilbads in Huchenfeld, der Anstoß zum Wartbergfreibad als Ganzjahresbad auf den Weg gebracht, sowie die Erhöhung der Kitagebühren auf ein noch sozial verträgliches Maß gesenkt worden. Braun und Schwarz betonten nochmals, dass sie sich auf keinen Fall an der Haushaltsstrukturkommission 2019/20 beteiligen werden.