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Im Gespräch ist der Meister vom Stuhl, Wojciech Piechowski, mit Chris Jentner und Ulrich Wolff (von links) im Gemeinschaftsraum der Loge. Foto: Roller
Im Gespräch ist der Meister vom Stuhl, Wojciech Piechowski, mit Chris Jentner und Ulrich Wolff (von links) im Gemeinschaftsraum der Loge. Foto: Roller
20.07.2017

Freimauer-Loge „Reuchlin“ gewährte beim Tag der offenen Tür Einblicke

Pforzheim. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es eigentlich in einer echten Freimaurerloge aussieht, der hatte jetzt die seltene Gelegenheit, genau das zu erfahren.

Die Pforzheimer Freimaurerloge „Reuchlin“ auf der Wilferdinger Höhe öffnete für ein paar Stunden ihre Türen und rund 80 Besucher kamen. Einer von ihnen war Ulrich Wolff. Er sei gekommen, um die Ideen hinter der Freimaurerei und die Abläufe in einer Loge kennenzulernen, sagte er: „Die Neugierde hat mich hierher geführt.“ So wie ihm dürfte es den meisten Gästen gegangen sein, die sich in den Räumlichkeiten der Freimaurer umschauten. Man wolle sich der Gesellschaft öffnen und den Menschen Gelegenheit zum Kennenlernen geben, entgegnete Roland Klink. „Wir sind kein verschrobener Verein weltfremder Bürger“, meinte der Gäste- und Öffentlichkeitsbeauftragte der Pforzheimer Loge. Die Freimaurer, auch die Pforzheimer, seien ein Querschnitt durch die gesamte Gesellschaft.„Hier treffen sich ganz unterschiedliche Charaktere, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden.“ Man verstehe sich nicht als Geheimbund, sondern als „Bildungsstätte des Geistes und des Herzens“. „Wir sind dazu berufen, aus guten Männern noch bessere zu machen“, sagte Klink. Mehrere Stunden nahmen Klink und seine Kollegen sich am Mittwochabend Zeit, um die Gäste über die Freimaurerei zu informieren. Till Neumann, Gerhard Lehmann und Johannes Glauche hielten Vorträge über die Geschichte der Freimaurer, über bekannte Pforzheimer Mitglieder und über die „alte Sehnsucht nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“.