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Großer Andrang herrscht traditionsgemäß am Freitagabend, wenn das Feuerwerk das bunte Spektakel auf dem Messplatz mit farbenfroher Pyrotechnik am Himmel perfekt ergänzt. Doch auch am ersten Mess-Wochenende, wie hier links im Bild am Samstag, rissen die Besucherströme nicht ab. Tilo Keller (1)/Meyer (2)
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Volle Mägen statt fliegende Fäuste: Marina und Stephan Platzer (hinten, Mitte), die erstmals das Festzelt auf der Mess betreiben, bewirten am Sonntagmittag kostenlos rund 25 Kinder und deren Betreuer vom Sperlingshof. Moritz
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Hochzufrieden: Marktmeister Marc Pfrommer sowie Dieter Seyfert und Karl Müller vom Schaustellerverband.
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Friede, Freude, Feierlaune: Mess geht nach 10 Tagen zu Ende

Minütlich drängen mehr Menschen auf den Messplatz, die die letzte Gelegenheit nutzen wollen, sich noch einmal an einer der Köstlichkeiten der zahlreichen Stände der Mess gütlich zu tun. Umwabert vom Duft der Zuckerbäcker-Leckereien und untermalt von adrenalingeladenen Jubelschreien aus Fahrgeschäften wie dem „Black Out“ oder dem „Take Off“ bilden sie die Kulisse, die die Quintessenz der vergangenen zehn Messtage perfekt widerspiegelt.

„Es war mehr als gut. Wir kratzen an der 300 000-Besucher-Marke und das trotz des Regens am Samstagabend“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Pforzheimer Schaustellerverbands Karl Müller. Neben dem bewährten Konzept der Schausteller und der allgemeinen „Messverrücktheit der Pforzheimer“ hätten dazu vor allem das „perfekte Wetter“ sowie der Veranstaltungszeitraum in den Pfingstferien beigetragen.

Friedliches Miteinander

Die „ungebetenen Haustiere“ auf den nahen Eichen hätten diesem Erfolg, der den des vergangenen Jahres in den Schatten stelle, keinen Abbruch getan, wie Marktmeister Marc Pfrommer sagt. Sieben Besucher waren durch die Eichenprozessionsspinner verletzt worden, bis die Stadt den Raupen mit aller Entschiedenheit den Garaus machte (die PZ berichtete). Von den Schaustellern selbst sei keiner verletzt worden, lediglich einen Tag habe einer der Stände auf dem Krämermarkt wegen der Beseitigung der Schädlinge geschlossen werden müssen. Ein Ausfall, der durch die insgesamt sehr starken Messtage aber wettgemacht wurde – und das von Anfang an. „Das Eröffnungswochenende war schon immer gut, aber in diesem Jahr nochmals deutlich stärker“, berichtet Dieter Seyfert, Kassierer des Schaustellerverbands und mit seiner Cocktail-Bar einer der Garanten für gute Laune.

Ebenfalls erfreulich: Wie schon in den vergangenen Jahren blieb die Mess friedlich. Dazu beigetragen hätten wieder maßgeblich die mobile Jugendarbeit der SJR Betriebs g GmbH. „Das hat sich eingespielt und funktioniert bestens. Auf dem Messplatz kommen Menschen jeden Alters und aller Nationen zusammen, bei uns wird das friedliche Miteinander gelebt“, sagt Müller. Neulinge seien dabei jederzeit willkommen. Wie die Platzers, die in diesem Jahr mit „Stephans Messplatzerl“ im Festzelt mit zahlreichen Mottotagen Premiere feierten. „Es war ein super Einstand, die Leute sind gekommen und auch gerne geblieben“, freut sich Stephan Platzerl. Egal ob „Gourmet-Abend“, „Italienische Nacht“ oder „Weißwurstfrühstück“ – „die Gäste wussten das qualitativ hochwertige, regionale Angebot des Familienbetriebs zu schätzen“, sagt Pfrommer. In dessen Genuss kommen an diesem Sonntag auch die 25 Kinder samt Betreuern des Sperlingshofs, die die Platzers anstelle des Messeboxens zum Mittagessen einladen.

Ein Novum, das nicht nur in diesem Jahr für strahlende Gesichter sorgen soll. „Wir wollen uns auf jeden Fall wieder bewerben“, erklärt Stephan Platzer. Und das nächste Jahr verspricht ein ganz besonderes zu werden. „2020 feiern wir 60 Jahre Messplatz“, verkündet Pfrommer. Was wäre da passender, als die Mess um einen Tag zu verlängern – Fronleichnam sei Dank, wird der Publikumsliebling im kommenden Jahr bereits am Donnerstag beginnen und ganze elf Tage andauern. Doch das ist nicht alles: „Wir werden uns einige Besonderheiten für die XXL-Messe einfallen lassen“, versprechen die Organisatoren, die schon eifrig am Planen sind.