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Auf das Ergebnis der Sanierung freuen sich jetzt schon (von links) Herbert Heinzmann, Schatzmeister des neuen Fördervereins, der Vorsitzende Georg Leicht, Stellvertreter Udo Schlittenhardt und Pfarrerin Heike Reisner-Baral. Foto: Seibel
Auf das Ergebnis der Sanierung freuen sich jetzt schon (von links) Herbert Heinzmann, Schatzmeister des neuen Fördervereins, der Vorsitzende Georg Leicht, Stellvertreter Udo Schlittenhardt und Pfarrerin Heike Reisner-Baral. Foto: Seibel
26.09.2018

Frischekur für 3000 Flöten: Spendensammlung für die Sanierung der Pforzheimer Schloßkirche

Pforzheim. Seit knapp 20 Jahren ist bekannt, dass die knapp sechs Jahrzehnte alte Orgel in der Schloßkirche St. Michael dringend saniert werden muss. Damit das ehrwürdige Instrument nicht weiter verfällt und das Vorhaben schnell umgesetzt werden kann, hat sich nun der Förderverein für musisch-kulturelle Arbeit gegründet. Sein Ziel: Rund 700.000 Euro bis 2021 sammeln. Doch die Orgel soll nur der Start für viele Projekte sein.

Hoch oben über dem Eingangsportal hängen sie in Reih‘ und Glied. Fast 3000 Flöten, dicht an dicht, in vielen Reihen hintereinander und von vorne kaum zu überblicken. Entsprechend kompliziert gestaltet sich daher die dringend nötige Sanierung der Orgel in der ehrwürdigen Schloßkirche St. Michael. Doch Aufschub kann nicht geduldet werden. Unter anderem dafür wurde jetzt ein Förderverein gegründet, der die benötigten Mittel dafür einwerben soll.

700 000 Euro sind dafür notwendig, wie Schloßkirchen-Pfarrerin Heike Reisner-Baral erklärt. Ein garantierter Festpreis, der schließlich von einem Leonberger Orgelbauer eingeholt wurde, nachdem Kostenvoranschläge anderer Unternehmen auf weit über eine Million Euro ausgestellt worden waren. Die Zustimmung der Synode steht allerdings noch aus. Wenn alles glattgeht, soll 2021 mit der Sanierung begonnen werden. Bis dahin muss auch die Finanzierung stehen. Doch es sieht bereits bei der Gründung des „Fördervereins für musisch-kulturelle Arbeit“ vielversprechend aus. 271000 Euro sind fest zugesagt.

Größte Einzelspende sind 100 000 Euro. Sie kommen von Albert Esslinger-Kiefer, dem Verleger der „Pforzheimer Zeitung“. Er fühlt sich der Schloßkirche in besonderer Weise verbunden und hofft, mit seinem Engagement eine Initialzündung für andere Spender zu geben.

Der Förderverein startet mit 14 Mitgliedern, inklusive Pfarrerin Reisner-Baral. Zum Vorsitzenden wurde der Juwelier Georg Leicht gewählt. Er freut sich auf die erste große Aufgabe des Vereins, die Orgel mit der Sanierung „in die nächste Generation hinüber zu führen.

Mehr über die Arbeit und die Ziele des Fördervereins lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.