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Buntes Feuerwerk über der Goldstadt. © Seibel
Temperamentvoll begrüßen Feiernde vor dem „Ozon“ den Jahreswechsel.
Vor dem Hauptbahnhof versammeln sich junge Männer, aber alles bleibt ruhig. © Seibel
01.01.2017

Fröhlich-friedlicher Jahreswechsel in Pforzheim - Kaum Verletzte und Brände

Sie berichten fast gleichlautend von einem ungewöhlich ruhigen Jahreswechsel in und um Pforzheim, die Sprecher von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz.

Ungewöhnliche Silvesternacht für die Einsatzkräfte

Natürlich gab es zahlreiche Einsätze, gerade fürs Rote Kreuz, aber insgesamt auffällig wenige im Vergleich zu früheren Jahren. „Die Nacht des Jahreswechsels verlief für den Rettungsdienst in Pforzheim und dem Enzkreis arbeitsreich, jedoch ohne besondere Vorkommnisse“, meldet das Rote Kreuz.

Die Einsatzkräfte wurden am Silvesterabend zu mehreren Mülleimerbränden, einem Kellerbrand in Ersingen sowie zu einem Fahrzeugbrand in Pforzheim gerufen. Verletzte gab es hierbei keine.

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Es gab keine Einsätze, bei denen Menschen, die sich beim Zünden von Feuerwerk verletzt hatten, versorgt werden mussten. Silvestertypisch seien lediglich zwei Vorkommnisse gewesen: ein Jugendlicher in Maulbronn mit Verdacht auf Rippenfraktur, weil er eine Silvesterrakete abbekommen hatte; ein Mann in Pforzheim hatte eine Kopfverletzung, nachdem er von einer Rakete getroffen wurde. Und: „Gelegentlich waren alkoholisierte Patienten zu betreuen.“

Überwiegend Kleinbrände

Die Feuerwehr Pforzheim wurde bis 1.30 Uhr zu insgesamt 19 Einsätzen gerufen. Zu größeren Schäden kam es in dieser Silvesternacht jedoch nicht.

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Bei den Brandeinsätzen handelte es sich überwiegend um Kleinbrände wie brennende Mülleimer. Lediglich in einem Fall kam es zu einem Balkonbrand, der bis zum Eintreffen des Löschzugs bereits vom Mieter gelöscht werden konnte. Völlig untypisch war, dass fast alle Einsätze im Zeitraum zwischen Nachmittag und 23 Uhr lagen. Nach dem Jahreswechsel kam es lediglich zu zwei Alarmierungen: Um 0.49 Uhr mussten Reste eines Feuerwerks abgelöscht werden.

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Der markanteste Einsatz fand um 1.15 Uhr in der Siedlung im Unteren Enztal statt, wo ein abgemeldeter Ford Fiesta laut Polizeiangaben aus unbekannten Gründen in Brand geraten war. Das Fahrzeug war zuvor schon demoliert gewesen, die Scheiben eingeschlagem, so dass beispielsweise eine hineingeworfene Zigarette oder ein Böller den Brand ausgelöst haben könnten, und brannte beim Eintreffen der Feuerwehr komplett. Der Schaden beträgt indes nur rund 300 Euro.

Freiwillige Feuerwehr hilft mit

Wie in jedem Jahr wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr Pforzheim ergänzt. Diese Einheit wurde zu zehn Einsätzen alarmiert.

Viele Pforzheimer feierten den Jahreswechsel, soweit sie ihn nicht zuhause oder bei Freunden verbrachten, in Clubs oder bei Parties, von denen die wohl größte in „Goldis Stadl“ auf dem Marktplatz stattfand. Mehrere hundert Gäste begrüßten dort das neue Jahr mit gemeinsamem Essen, Stimmungsmusik und Tanz.

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Größere Ansammlungen von Menschen fanden sich denn auch laut Polizei vorwiegend in der Nähe ein, in der Innenstadt und zur Zerennerstraße hin, sowie beim Hauptbahnhof. Dort beobachteten Passanten eine Gruppe von rund 60 jungen Männern, die ihnen vor dem Hintergrund der Ereignisse der vorausgegangenen Silvesternacht in Köln und anderen Städten ins Auge fiel und die es so in früheren Silvesternächten nicht gegeben habe. Allerdings wurden der Polizei aus Pforzheim keine entsprechenden Ereignisse gemeldet, kein Trickdiebstahl, keine „Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung, kein Antanzen“, wie ein Polizeisprecher sagte, lediglich vereinzelte Körperverletzungsdelikte, „wie in jeder Samstagnacht“.