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Nur Storchdame Pia hat den Angriff eines Fuchses überlebt.
Nur Storchdame Pia hat den Angriff eines Fuchses überlebt. © Ketterl
19.12.2012

Fuchs tötet drei Störche im Pforzheimer Wildpark

Pforzheim. Nicht nur die Geburtenraten in Deutschland sind rückläufig. Nun meldet der Pforzheimer Wildpark, dass auch noch drei wichtige Garanten für die Überführung der Menschenbabys fehlen. In der Nacht zum Mittwoch hat sich ein schlauer Fuchs Zutritt in den Kinderbauernhof des Wildparks verschafft und tötete drei Störche.

Altgediente Haudegen, wie „Alf“ und „Olm“ sowie die nette „Brunhilde“, die alle schon seit über 15 Jahren treu und zuverlässig im Wildpark dienten, sind beim Fuchs-Angriff gestorben.

Der Fuchs hatte sich Zutritt zum Kinderbauernhof verschaffen können, weil die durch Strom betriebene Sicherung nicht richtig funktioniert hatte, obwohl die korrekte Funktion der Anlage wöchentlich von den Tierpflegern überprüft wird. Aufgrund eines unbemerkten Drahtbruches war ein Teil der Umzäunung lahm gelegt und somit nicht unter Strom. Dies nutzte ein Fuchs eiskalt aus und überkletterte den Zaun des Kinderbauernhofs an seiner Westseite.

Glück im Unglück hatten viele weitere Kinderbauernhoftiere. Denn Füchse geraten oft in einen wahren Blutrausch und töten dann alles was sich bewegt und in ihr Beuteschema passt. Doch sämtliche Hühner, Gänse, Enten und Kaninchen blieben unversehrt. So auch die verbliebene Storchendame „Pia“.

Magenfüllend war die Aktion für den Fuchs nicht. Denn die schwere Beute konnte er nicht über den Zaun mitnehmen. Die Tierpfleger waren vom Anblick der getöteten Störche schockiert. Im Januar will das Wildpark-Team drei Störche aus einem Wildpark in der Pfalz holen. Störchin „Pia“ wird dann hoffentlich bald ihre Trauer um „Olm“ ablegen und einen neuen Storchenmann an ihrer Seite zulassen. pm

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