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Streik: Ein verwaister Leopoldplatz ist in der ersten Jahreshälfte häufiger zu sehen.  Foto: Ketterl
Streik: Ein verwaister Leopoldplatz ist in der ersten Jahreshälfte häufiger zu sehen. Foto: Ketterl
SVP-Angestellte um Betriebsratschef Guido Koch (vorne links) auf dem Weg in den Großen Ratssaal des Rathauses, wo die Zukunft ihres Arbeitgebers verhandelt wird. Foto: Seibel
SVP-Angestellte um Betriebsratschef Guido Koch (vorne links) auf dem Weg in den Großen Ratssaal des Rathauses, wo die Zukunft ihres Arbeitgebers verhandelt wird. Foto: Seibel
Die Kunden bekommen den Arbeitskampf direkt zu spüren.  Foto: Ketterl
Die Kunden bekommen den Arbeitskampf direkt zu spüren. Foto: Ketterl
Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter – hier SVP-Geschäftsführer Nico Langemeyer (links) und Verdi-Sekretär Rüdiger Steinke (rechts) – treffen sich mehrfach vor dem Arbeitsgericht in der Simmlerstraße. Foto: Seibel
Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter – hier SVP-Geschäftsführer Nico Langemeyer (links) und Verdi-Sekretär Rüdiger Steinke (rechts) – treffen sich mehrfach vor dem Arbeitsgericht in der Simmlerstraße. Foto: Seibel
09.12.2016

Für Kunden, Fahrer und die Politik war 2016 das Jahr des Busstreits

Pforzheim. In Zeiten des Sparkurses scheint der Busstreit weit weg, auch der Ersatzverkehr übertüncht, dass sich der öffentliche Nahverkehr bis zum 11. Dezember in einem Ausnahmezustand befindet. Doch die Schärfe des Konflikts wird in Erinnerung bleiben – am Samstag hat der SVP-Betriebsrat noch einmal seinem Ärger Luft gemacht, die bekannten Vorwürfe an Stadt und SVP erneuert, die diese sogleich zurückwiesen.

Die Arbeitnehmervertreter hatten alles versucht, um das Rathaus an den Verhandlungstisch zu bringen – am Ende ohne Erfolg. Die Kommunalpolitik, die das SVP-Ende nicht gewollt hatte, sah sich außerstande, mehr als das Kapital der Tochtergesellschaft anzubieten. Das Ergebnis des Busstreits waren für alle Beteiligten nervenaufreibende Wochen völliger Unsicherheit – für die Betroffenen vom Schüler bis zum Senior wie für die Streikenden selbst. „Fahren Sie?“ wurde zeitweise zur Begrüßungsformel an Haltestellen, die PZ-Redaktion erhielt Anruf um Anruf.

Auch der Handel habe die Folgen deutlich zu spüren bekommen, so Sprecher Horst Lenk, der nun auf Stabilität hofft. Nicht nur Umsatz habe die Ungewissheit während der Streikzeit gekostet – sondern auch und besonders Image.