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Die Kälte stellt Christoph Markus, Polier Dieter Abendschön und Franco di Santo (von links) in der Fußgängerzone derzeit vor Herausforderungen. So müssen frisch betonierte Teile mit Folie abgedeckt werden. Foto: Ketterl
Die Kälte stellt Christoph Markus, Polier Dieter Abendschön und Franco di Santo (von links) in der Fußgängerzone derzeit vor Herausforderungen. So müssen frisch betonierte Teile mit Folie abgedeckt werden. Foto: Ketterl
Es war die erste Aktion: Am Valentinstag waren Goldi und seine Helfer in der Fußgängerzone unterwegs, viele weitere Veranstaltungen sollen folgen. Foto: Ketterl
Es war die erste Aktion: Am Valentinstag waren Goldi und seine Helfer in der Fußgängerzone unterwegs, viele weitere Veranstaltungen sollen folgen. Foto: Ketterl
25.02.2018

Fußgängerzone: Erste Termine für Baustellen-Events stehen

Pforzheim. Die Bauarbeiten in der Fußgängerzone sollen von zahlreichen Veranstaltungen begleitet werden. So hatte es der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) bereits beim Spatenstich im Januar angekündigt. Der Startschuss für diese Begleitaktionen war am Valentinstag gefallen. Nun stehen erste konkrete Termine fest, mit denen man Veranstaltungen wie OechsleFest oder Theaterfestival ergänzen möchte.

Die Anlieger werden darüber in den kommenden Tagen noch ausführlicher informiert. Das Positive vorweg: „Es musste keine Veranstaltung aufgrund der Baustelle abgesagt werden“, sagt Michael Hertl, beim WSP zuständig für das Baustellen-Marketing. Schwierig sei es allerdings, alles exakt zu terminieren. „Wir sind da stark abhängig vom Baufortschritt.“ Ein erster Überblick über das Jahr:

Losgehen soll es bereits Mitte März mit Straßenkunst, angedacht ist der 12. März, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Kurz bevor das Baufeld am 3. April wechselt und die Arbeiten sich in Richtung Leopoldplatz verlagern, wird die Münchner Künstlerin Melanie Siegel den Belag mit Fassadenfarbe bemalen. Das Motiv steht noch nicht fest. „Es soll aber in jedem Fall einen Bezug zu Pforzheim haben“, so Hertl. Zwei Wochen lang werde die Malerei gut sichtbar sein und Passanten als Fotomotiv dienen. Hochgeladen bei sozialen Netzwerken, erwirke man so die gewünschte Aufmerksamkeit, ist der WSP-Mitarbeiter überzeugt. Eventuell erhalten die Pforzheimer im April dann auch selbst die Gelegenheit, ihre Stadt ein wenig bunter zu machen, verrät Hertl. Da sei man aber noch in der Abstimmung.

Weiter geht es am 15. April mit dem verkaufsoffenen Sonntag, bei dem ein Teil des Programms in die Fußgängerzone verlegt werden soll. So sind Aktionen wie „Goldwaschen“ für die Kleinen in Planung. Die Großen haben Gelegenheit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Die Preise im Gesamtwert von 2000 Euro stiften die umliegenden Firmen.

An Gründonnerstag wird es voraussichtlich eine Oster-Verteilaktion mit Goldi, dem Goldstadt-Bären, geben – ähnlich jener, mit der die Veranstalter am Valentinstag gestartet sind.

Noch keinen konkreten Termin gibt es derweil für das in Kooperation mit dem Kommunalen Kino geplante Baustellenkino. „Hier müssen noch einige technische Fragen geklärt werden“, sagt Hertl. Angedacht sei, Anfang, Mitte Mai für rund 200 Besucher kostenlos einen Film zu zeigen.

Dafür steht der Termin für das geplante Sommerfest nun fest: Am 30. Juni wird Halbzeit gefeiert. Es wartet etwa eine Kinder-Baustelle. „Das angekündigte Baggerfahren können wir dafür leider nicht umsetzen“, bedauert Hertl. Dies sei einfach zu riskant. In die Maschinen setzen dürfen sich kleine und große Kinder dennoch. Daneben ist tagsüber ein Bühnenprogramm mit Musik geplant.

An den Samstagen im Juni und Juli will das Stadttheater die Fußgängerzone beleben und durch die Beteiligung sämtlicher Sparten seinen Spielplan bewerben. Denkbar sei etwa ein Chor, der auf der Baustelle auftritt.

Am 7. Oktober folgt dann der zweite verkaufsoffene Sonntag, das mittlerweile „16. Pforzheimer Wirtschaftwunder“, ebenfalls mit einigen Aktionen.

Anfang November – wenn alles nach Plan läuft – soll die neue Fußgängerzone dann offiziell eingeweiht werden. Die Eröffnungsfeier ist geplant, bevor die ersten Buden des Weihnachtsmarkts aufgebaut werden. „Schließlich soll man den neuen Belag ja auch sehen können“, sagt Hertl.

Daneben stehen den Sommer über weitere Veranstaltungen an, die der WSP nicht selbst ausrichtet. Das Angebot reicht von der Klimaschutzwoche über einen ungarischen Markt bis zum Familientag des Stadtjugendrings. „Hierzu wollen wir auch gar nicht in Konkurrenz treten“, so Hertl. Vielmehr wolle man das Programm ergänzen und die Lücken füllen, um mit Sympathieaktionen wie zuletzt am Valentinstag Identität zu stiften. Und für viele sind ja auch die Bauarbeiten selbst Attraktion genug. „Die Arbeiter sind täglich mit Passanten im Gespräch“, freut sich Hertl. Bislang habe es wenige kritische Stimmen gegeben.