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Philipp Weiler hat das Rennen gemacht: Der angehende Notfallsanitäter vom DRK Kreisverband Pforzheim-Enzkreis ist „Azubi des Jahres“ und erhält seine Trophäe von PZ-Redakteurin Isabel Ruf.  Foto: Meyer 
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Oliver Gimber bringt das Publikum mit seinen Witzen zum Lachen.  Foto: Meyer 
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Heiß begehrt: der Pokal für den Azubi des Jahres.  Foto: Meyer 

Gala im PZ-Forum: Philipp Weiler ist „Azubi des Jahres“

Pforzheim. Spannend ging es zu am Donnerstagabend im PZ-Forum: Wer macht denn nun das Rennen zum Azubi des Jahres? Nicht nur die jungen Frauen und Männer fieberten der Antwort auf diese Frage entgegen – sondern auch ihre Freunde, Familienangehörige und Vertreter aus den Ausbildungsbetrieben. „Es geht um jene Menschen, die noch im Hintergrund stehen, aber aus denen etwas Tolles wird“, kündigte Thomas Satinsky, geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“, bei seiner Begrüßung zur großen Azubi-Gala an.

PZ kürt in einer großen Gala den Azubi des Jahres 2017
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PZ kürt in einer großen Gala den Azubi des Jahres 2017

Ein Stück weit trifft das wohl auch auf die PZ-Jungredakteure Nina Giesecke, Johannes Röckinger, Isabel Ruf und Dominik Türschmann zu, die nicht nur die Gala selbst, sondern die ganze Serie organisiert hatten. Ein Projekt, für das der Nachwuchs der „Pforzheimer Zeitung“ bei der Premiere vor zwei Jahren den renommierten, deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung abräumte.

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Azubi des Jahres": Gala im PZ-Forum

Zwölf Nachwuchstalente

Im Mittelpunkt standen an diesem Abend aber andere Nachwuchs-Talente: Mechantroniker Yannick Wieland, Kaufmann für Dialogmarketing Pascal Holstein, Einzelhandelskauffrau Diana Da Silva, Alltagsbetreuerin Tamara Lehrer, Groß- und Einzelhandelskauffrau Lena Schindler, Medientechnologe Erik Schäfer, Friseurin Pamina Elsässer, Fachinformatiker Alexander Klein, Notfallsanitäter Philipp Weiler, Feinwerkmechaniker Andre Likai, Brauer und Mälzer Pascal Bertsch und Koch Eric Voigt.

Alle Artikel und Videos zu den 12 Azubis finden Sie hier im Dossier: www.pz-news.de/azubi

Berufe vorgestellt

Sie alle stellten in der „Pforzheimer Zeitung“ sich und ihre Ausbildungsberufe vor. Am Ende hatten die Leser der PZ und von PZ-news.de die Qual der Wahl und konnten unter den zwölf „Azubis des Monats“ für ihren Liebling abstimmen. Das Rennen machte am Ende der 22-jährige Philipp Weiler, der eine Ausbildung zum Notfallsanitäter macht. „Kein Tag ist wie der andere, kein Einsatz wie der andere, kein Patient wie der andere“, beschrieb er, was er an seinem Beruf schätzt. Neben viel Anerkennung und dem großen PZ-Pokal, durfte er sich über einen Flachbildfernseher und einen Kino-Gutschein freuen.

YouTube-Star zu Gast

Gute Tipps zur Karriereplanung bekamen alle Azubis von dem Pforzheimer Malermeister Oliver Gimber, der mittlerweile als Witze-Erzähler durchstartet und nach eigenen Angaben kürzlich den Vertrag für eine eigene Fernsehshow bei Sat 1 unterschrieben hat. „Geht in die Welt, erlebt etwas, habt keine Angst zu scheitern“, riet er. Er selbst habe 1979 seine Ausbildung begonnen und nie damit gerechnet, mit 55 Jahren zum Facebook- und YouTube-Star zu werden. Sein Geld allerdings verdient Gimber, der sich selbst als sehr disziplinierten Menschen bezeichnete, noch immer mit seinem Malergeschäft, wie er betonte. „Im Leben geht es aber nicht nur um wirtschaftlichen Erfolg“, erklärte er. Sondern auch darum, abends zufrieden und mit stolzgeschwellter Brust nach Hause zu gehen.

Werte vermitteln

Seine Kunden schätzten seine Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Sauberkeit. Bei seinen Auftritten ginge es ihm nicht nur darum, die Menschen zum Lachen zu bringen, sondern auch darum, seine Werte zu vermitteln. Neben diesen Lebensweisheiten hatte er aber auch einige Witze mit dabei. Kennen Sie den? „Kommt ein Dalmatiner in den Supermarkt – fragt die Kassiererin: ‚Sammeln Sie Punkte?“

„So sollte ein Traumberuf sein“ - PZ-Interview mit Philipp Weiler

Philipp Weiler hat die PZ-Leser überzeugt und bei der Abstimmung zum „Azubi des Jahres 2017“ die meisten Stimmen ergattert. Derzeit ist er im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Notfallsanitäter beim DRK Kreisverband Pforzheim-Enzkreis. Für die „Azubi-Gala“ im PZ-Forum hat der 22-Jährige extra für die „Azubi-Gala“ seinen wohlverdienten Urlaub unterbrochen.

PZ: Herr Weiler, herzlichen Glückwunsch zum Titel „Azubi des Jahres 2017“. Haben Sie denn mit dem Sieg gerechnet?

Philipp Weiler: Natürlich habe ich im Vorfeld davon geträumt, wie es wäre, zu gewinnen. Aber ich wusste überhaupt nicht, wie meine Chancen denn eigentlich so stehen. Ich habe natürlich auch die Beiträge der anderen Azubis angeschaut und da waren wirklich etliche spannende Leute dabei, die allesamt einen guten Job machen. Daher habe ich überhaupt nicht mit einem Sieg gerechnet.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als feststand, dass Sie den ersten Platz erreicht haben?

Da war ganz kurz gar nichts. Ich musste das erst verdauen. Aber es hat mich unglaublich gefreut, weil es bedeutet, dass sich viele Leute mit meinem Job auseinandergesetzt haben. Und nun besteht für mich die Hoffnung, dass da draußen jemand ist, der jetzt sagt: „Das ist ein echt cooler Beruf, da bewerbe ich mich.“ Dann hätte ich mein Ziel erreicht.

Was schätzen Sie am meisten an Ihrer Ausbildung zum Notfallsanitäter?

Die Arbeit im Rettungsdienst ist besonders und wirklich einzigartig. Vor allem der Zusammenhalt in unserem Team ist riesig. Ich finde es immer wieder beeindruckend, welch unterschiedliche Charaktere in diesem Job aufeinandertreffen. Aber sobald man gemeinsam im Einsatz ist, kann man sich voll auf den anderen verlassen und gut zusammenarbeiten, das funktioniert einfach. Außerdem ist bei mir jeder Tag anders, ich weiß nie, was mich erwartet. Und dann ist natürlich noch ein Plus, dass man mit Blaulicht fahren darf. Das lässt Männerherzen schon höher schlagen.

Als Preis für den ersten Platz haben Sie einen riesigen Fernseher bekommen. Was wird denn in Zukunft darauf zu sehen sein?

Ich bin ein absoluter Serien-Junkie. Und mein dreijähriger Sohn wird sich natürlich riesig freuen. Gerade, wenn ich allein zuhause bin und lernen muss, darf er ab und zu seine Kindersendungen anschauen – und auf dem großen Fernseher wird das natürlich ein Spaß.

Nach dem „Azubi des Jahres“ – was sind die nächsten Zukunftspläne auf Ihrer Liste?

Auf jeden Fall möchte ich weiter in diesem Job arbeiten. Ich habe noch diverse Weiterbildungsmöglichkeiten. Was ein großes Ziel ist: Ich möchte Praxisanleiter werden, also anderen Azubis während ihrer Ausbildung zur Seite stehen und ihnen helfen. Ein Traum ist es, irgendwann an einer Rettungsdienstschule als Dozent zu arbeiten – aber wie gesagt, das ist erst mal nur ein Traum.

Als „Azubi des Jahres“ sind Sie Vorbild für viele junge Leute. Was ist Ihr Tipp für alle Azubis da draußen?

Mir persönlich ist es am allerwichtigsten, dass ich einen Job habe, von dem ich weiß, dass ich ihn bis zur Rente machen will, ohne irgendwann die Lust daran zu verlieren. Da muss das Geld gar keine Rolle spielen. Ich mache diesen Job, weil er mir Spaß macht. So sollte meiner Meinung nach der Traumberuf sein.

Kandidaten gesucht

Die Serie „Azubi des Monats“ gibt es auch in diesem Jahr wieder. Immer am letzten Samstag im Monat stellen die jungen PZ-Redakteure einen Auszubildenden aus einem Unternehmen in Pforzheim oder dem Enzkreis in Wort, Bild und Video vor, der herausragende Leistungen im Job erbringt und durch besondere Hobbys oder ein einzigartiges Ehrenamt hervorsticht.
Kurze Bewerbungen können unter dem Stichwort „Azubi des Monats“ direkt an die E-Mail-Adresse internet@pz-news.de gerichtet werden.