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Mehrere Gartengeräte haben zwei jugendliche Einbrecher in Pforzheim entwendet.
Mehrere Gartengeräte haben zwei jugendliche Einbrecher in Pforzheim entwendet. © Symbolbild: dpa
07.08.2014

Gartenhaus-Einbrecher entschuldigen sich bei Opfern

Pforzheim. Besser spät als nie: Zwei jugendliche Einbrecher, die im März und April im Gartengebiet „Im Wäldle“ zwischen Bohrrain und Sportplatz PSG 05 ihr Unwesen trieben, haben ihre Taten bereut. Und um zu verdeutlichen, wie sehr sie dies tun, haben sie sich bei allen zehn Gartenbesitzern, die sie beklaut hatten, per Handschlag entschuldigt.

Die beiden Jugendlichen aus Pforzheim waren in Gartengrundstücke eingedrungen, brachen mit Gewalt Gartenhäuser auf und entwendeten Gartengeräte, Werkzeuge, Möbel, Öllampen, einen Handrasenmäher, ein Radio sowie viele Kleinteile. Mit dem Diebesgut im Wert von etwa 1000 Euro richteten sie unweit des Gartengebiets, im Unterholz versteckt, ihr eigenes Domizil ein. Ein aufmerksamer Gartenbesitzer, der ebenfalls Opfer der Einbrecher wurde, entdeckte die Jugendlichen schließlich in ihrem Lager, verständigte die Polizei und übergab die beiden Langfinger den Beamten des Polizeireviers Pforzheim-Süd.

Im Haus des Jugendrechts konnte der Fall mit Unterstützung der Eltern und durch die umfangreichen Geständnisse der beiden Jungs vollständig aufgeklärt werden. Ein besonderes Treffen gab es dann am Mittwoch, 30. Juli, bei der Polizei. Nach vorherigen Absprachen entschuldigten sich die Täter unter den Augen von Kriminalkommissar Herz und in Anwesenheit der Eltern persönlich per Handschlag bei den zehn Gartenbesitzern. Im Zuge dessen überreichten sie den Besitzern das sichergestellte Diebesgut, das bei der Polizei zwischengelagert war. Noch während den Sommerferien werden die beiden selbst tatkräftig Hand mit anlegen, um den entstandenen Schaden in Höhe von rund 550 Euro weitgehend wiedergutzumachen.

Im Haus des Jugendrechts wird diese Vorgehensweise mit Blick auf den erzieherischen Effekt für die noch jungen Täter hoch eingeschätzt. Für diesen Mut, zu ihrer Tat zu stehen und sich persönlich zu entschuldigen, ist von der Justiz her eher damit zu rechnen, dass die beiden mit einem "blauen Auge" davonkommen können.

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