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Und es geht doch! Das Loch an der Christophallee, letzter Rest einer umfangreichen Reparatur einer Gasversorgungsleitung, ist nun wieder aufgefüllt. 
Und es geht doch! Das Loch an der Christophallee, letzter Rest einer umfangreichen Reparatur einer Gasversorgungsleitung, ist nun wieder aufgefüllt.  © Türschmann
Wochenlang mussten Autofahrer die verwaiste Baustelle der Stadtwerke an der Christophallee umfahren.  
Wochenlang mussten Autofahrer die verwaiste Baustelle der Stadtwerke an der Christophallee umfahren.   © Ketterl
30.09.2016

Gasleitung dicht: Das Loch an der Christophallee ist endlich aufgefüllt

Pforzheim. „Das Loch in der Nordstadt ist zu!“ Mit dieser frohen Botschaft beglückt ein PZ-news-Kollege am Freitagmorgen die Online-Redaktion. Erleichterung steht auf seinem Gesicht geschrieben, wohnt er doch nicht weit davon entfernt und hat er sich nicht nur einmal über das Verkehrshindernis an der Christophallee in Pforzheim geärgert. Mehrere Wochen lag das Loch an der Straße offen, obwohl die Arbeiten an einer Gasversorgungsleitung in der Nordstadt eigentlich schon abgeschlossen schienen.

Doch Loch ist nicht gleich Loch. Für die einen ist es ein Hindernis und Ärgernis, das unverständiges Kopfschütteln hervorruft, weil die Notwendigkeit nicht offensichtlich ist. Und ratzfatz macht vorschnell die Geschichte vom wiehernden Amtsschimmel die Runde. Für die anderen ist es ein notwendiges Übel, dessen Existenz nur zum Besten der Bürger ist, auch wenn diese das partout nicht einsehen wollen. Das nennt man dann ein Kommunikationsproblem.

Die ursprünglich für Mitte September vorgesehene Fertigstellung der Gasleitungsreparatur hatte sich, so die Stadtwerke Pforzheim (SWP) aus Sicherheitsgründen bis Ende dieser Woche verzögert. Vor dem Hintergrund angekündigter Regenfälle Mitte September hatten die verantwortlichen Baubeauftragten der SWP zusätzliche Dichtigkeitsprüfungen der betroffenen Gasleitung durchgeführt. Hierbei wurde die ordnungsgemäße Reparatur der Versorgungsleitung auch bei vermehrten Wasseraufkommen durch etwa Regenfall überprüft.

„Eine Undichtigkeit an eben dieser Leitung hat den SWP schwer zu schaffen gemacht, daher wurde an mehreren Stellen aufgegraben und gesucht – und schließlich in der Christophallee die Ursache der Störung lokalisiert. Wegen einer abschließenden Dichtigkeitsprüfung der Gasleitung wurde die Baustelle noch offengehalten, denn Sicherheit für die Bevölkerung hat für uns absolute Priorität“, schreibt SWP-Betriebsratsvorsitzender Henry Wiedemann in einem Brief an die PZ. Da auch diese letzte Dichtigkeitsprüfung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurde die Baumaßnahme nun beendet. Das wird nicht nur die Autofahrer in der Nordstadt freuen.

Wiedemann fand den ersten Artikel über das „vergessene Loch“ nicht ganz so lustig. Die Mini-Baustelle sei nicht nur ein Hindernis, sondern eine notwendige Sicherheits-Maßnahme gewesen. „Hier sind qualifizierte Beschäftigte und Experten für die Energieversorgung am Werk, die genau wissen, was sie tun“, schreibt Wiedemann an die PZ. Die Stadtwerke Pforzheim würden jeden Tag Versorgungsleitungen, sei es Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, betriebsfähig halten „und mit einem der sichersten Verteilnetze Deutschlands die Versorgungssicherheit gewährleisten. Die SWP-Mitarbeiter würden versuchen, Versorgungsausfälle, die unvermeidlich seien, „jederzeit schleunigst zu beheben“. Schließlich gelte es, „alle Möglichkeiten und Eventualitäten zu prüfen, damit die Sicherheit für alle Kunden jederzeit gewährleistet wird“, so Wiedemann.

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