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Sein Mini-Nephroskop setzt Sven Lahme (link) im Krankenhaus in Guangzhou auch gemeinsam mit Guohua Zeng und dessen Team ein. Foto: Privat
Sein Mini-Nephroskop setzt Sven Lahme (link) im Krankenhaus in Guangzhou auch gemeinsam mit Guohua Zeng und dessen Team ein. Foto: Privat
Aus den Händen des ärztlichen Direktors des Krankenhauses im chinesischen Guangzhou erhält Sven Lahme (rechts) Chef der Siloah-Urologie, seine Ernennungsurkunde zum Gastprofessor.  Foto: Privat
Aus den Händen des ärztlichen Direktors des Krankenhauses im chinesischen Guangzhou erhält Sven Lahme (rechts) Chef der Siloah-Urologie, seine Ernennungsurkunde zum Gastprofessor. Foto: Privat
16.09.2016

Gastprofessur für Sven Lahme: Millimeter-Arbeit im 1,3-Milliarden-Land

Die Medizinische Fakultät der Universität Guangzhou hat dem gebürtigen Münsteraner und Leiter der Urologie am Siloah-Krankenhaus, Dr. Sven Lahme, der mit seiner Frau in Pforzheims Südoststadt wohnt, eine Gastprofessur verliehen. „Grund dafür ist unsere wissenschaftliche Arbeit zur minimalinvasiven Entfernung von Nierensteinen“, sagt Lahme. 2001 hatte er das Miniatur-Nephroskop entwickelt – ein sehr dünnes Instrument, das durch die Haut in die Niere eingeführt wird.

Dort zerkleinert es die Steine und saugt sie ab. Die Methode sei mit weniger Blutverlust als die herkömmliche Zertrümmerung verbunden, somit schonender für den Patienten und zeitsparender für den Arzt, so Lahme. Fast auf der ganzen Welt sei dies heute der Standard für die Behandlung von größeren Harnsteinen, sagt der Chefarzt der Siloah-Urologie.

Klinik mit 5000 Betten

Zehn Jahre nach der Erfindung war es sein chinesischer Kollege Guohua Zeng, ärztlicher Direktor des Krankenhauses in Guangzhou, der Lahmes Gerät modifizierte. Und der Urologe an der Uni Guangzhou war es auch, der Lahme nun die Gastprofessur antrug. Deren „Sinn ist die Verbindung aus Forschung und Lehre“, erklärt Lahme. Das heißt: „Wir wollen sowohl die Technik fortentwickeln, als auch unsere Erfahrungen an junge Ärzte weitergeben.“ So sei mit der Gastprofessur auch ein Austausch für Fachärzte in der Weiterbildung verbunden.

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