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09.11.2010

Gedenken an Pogromnacht und Mord an Pforzheimer Juden

PFORZHEIM. Erstmals ist in Pforzheim an historischer Stelle der Zerstörung der jüdischen Synagoge vor 72 Jahren erinnert worden. Die Gedenkveranstaltung fand im Atrium des VolksbankHauses statt. Hier stand die von 1873 im maurischen Stil erbaute und in der Nacht auf den 10. November 1938 von Nationalsozialisten weitgehend zerstörte Synagoge, an die an der Zerrennerstraße ein Gedenkstein erinnert.

Bildergalerie: Gedenken an Porgromnacht und Mord an Pforzheimer Juden

Die jüdische Gemeinde musste damals auf eigene Kosten das Gotteshaus dem Erdboden gleichmachen. Spätestens seit jener Pogromnacht habe jeder wissen müssen, wohin der Weg führe – „in den Abgrund“, so Oberbürgermeister Gert Hager.

Die Gedenkrede hielt in diesem Jahr der Schweizer Historiker Uri Kaufmann, selbst Jude. Er ist Spezialist für die Geschichte der Juden in Baden. Den Kranz am Gedenkstein legten Oberbürgermeister Hager und der 90-jährige Ephraim Jessener nieder. Er ist der einzige in Pforzheim lebende jüdische Mitbürger, der den Holocaust überlebt hat. ol