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© Symbolbild: dpa
24.01.2018

Geld oder Haft? Verkehrsverstoß bringt Lkw-Fahrer in Not

Pforzheim. Dumm gelaufen. Weil ein Autofahrer am Dienstag eine Phosphorgranate in der Nähe des Grillplatzes an der Würm entdeckt hatte, wurde die Würmtalstraße zwischen Kreisverkehr am Kupferhammer und dem Ortseingang von Würm von der Polizei gesperrt. Gerade zu diesem Zeitpunkt fuhr ein Lkw-Fahrer trotz Verbotsschild das von der Tiefenbronner Straße ins Tal führende Würmer Sträßchen hinunter – und das hätte ihn fast ins Gefängnis gebracht.

Sein Lkw mit einem Leergewicht von über zwei Tonnen ist zu schwer für das enge, steile, kurvige Würmer Sträßchen gewesden. Das ist den Polizisten an der Absperrung in Würm sofort aufgefallen. Eine freundliche Nachfrage beim Lkw-Fahrer mit anschließender Einsicht in die Papiere führte dann zu einer Überraschung. Der 30-jährige Fahrer war wegen einer ausstehenden Geldstrafe zur Festnahme ausgeschrieben.

Als es für den Lkw-Fahrer darum ging, zu bezahlen oder für einige Zeit in eine Justizvollzugsanstalt einzuziehen, erbarmte sich der 23-jährige Beifahrer. Er bezahlte den noch offenen Geldbetrag von 400 Euro und konnte so eine Haftstrafe für den Fahrer abwenden. Ganz ungeschoren kam der Lkw-Fahrer jedoch nicht davon: Er hat nun mit einem Verwarnungsgeld durch den begangenen Verkehrsverstoß auf dem Würmer Sträßchen zu rechnen.