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Das Bürgerhaus Buckenberg-Haidach ist Zentrum des Stadtteils. Foto: Meyer
Das Bürgerhaus Buckenberg-Haidach ist Zentrum des Stadtteils. Foto: Meyer
20.08.2017

Gelder aus Wettbewerb „Quartier 2020“ könnten an Haidach gehen

Pforzheim/Stuttgart. Die Chancen stehen gut, dass Pforzheim zu den Kommunen gehören könnte, die aus dem Topf von Sozialminister Manne Lucha Geld für ein Projekt im Stadtteil Buckenberg-Haidach erhält. Der Gemeinderat hat mit seinem einstimmigen Votum den Weg freigemacht, dass sich Pforzheim am Ideenwettbewerb „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten“ beteiligt.

Bis zu 100 000 Euro können die Bewerber einstecken – von insgesamt 2,5 Millionen Euro. Es geht grundsätzlich um Konzeptideen zur Entwicklung eines lokalen Quartiers – unter Einbeziehung der dort lebenden Menschen mit dem Ziel, die Lebensqualität zu verbessern. Lilli Gessler, die Vorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, und Barbara Baron-Cippold, Geschäftsführerin des Bürgerhauses, hatten angeregt, Buckenberg-Haidach herauszugreifen – ein Stadtteil mit „zunehmender Überalterungstendenz und hohem Migrantenanteil“, wie es in der Beschlussvorlage des federführenden Jugend- und Sozialamts an den Gemeinderat heißt. Ein Schwerpunkt des Quartiersentwicklungsprozesses ist das Thema „Pflege und Unterstützung im Alter“ – insbesondere vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. Das Wohnumfeld, so die Überlegung, müsse zum einen so gestaltet werden, dass ältere Menschen – unabhängig von ihrer familiären Situation – möglichst lange zu Hause wohnen bleiben können. Zum anderen müssten Angehörige entlastet und unterstützt werden.

Mit Quartiersmanagement kennt man sich in Pforzheim – im Quartier KF – seit 2010 aus; zudem ist die Stadt Modellstandort fürs Landesprojekt „Nachbarschaftsgespräche“. Die Entscheidung, wer mit Geld bedacht wird, fällt im Oktober.