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Der ehemalige Rektor einer Pforzheimer Schule (vorne) ist vom Amtsgericht Pforzheim zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte Kinder- und Jugendpornos auf den Festplatten seiner Computer. Er ist vom Dienst suspendiert.
Der ehemalige Rektor einer Pforzheimer Schule (vorne) ist vom Amtsgericht Pforzheim zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte Kinder- und Jugendpornos auf den Festplatten seiner Computer. Er ist vom Dienst suspendiert. © Seibel
28.02.2012

Geldstrafe für Ex-Rektor wegen Kinderporno-Besitz

Pforzheim. Wegen des Besitzes von 42 Fotos mit kinderpornografischen Material und 16 Bildern mit jugendpornografischen Darstellungen auf mehreren Computern ist am Dienstag ein heute 58-jähriger Pädagoge zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Bis zu seiner Suspendierung war er Rektor einer weiterführenden Schule in Pforzheim. Die Pforzheimer Amtsrichterin Stephanie Gauss legte die Geldstrafe auf 150 Tagessätze zu je 45 Euro fest - also 6750 Euro.

Im November war der ehemalige Rektor zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht nicht erschienen - krankheitsbedingt. Die Richterin erließ damals auf Antrag von Staatsanwalt Peter Stadler einen Sitzungsstrafbefehl über ein halbes Jahr auf Bewährung und eine Geldauflage von 2000 Euro. Der Rektor legte Einspruch ein, den er nun im Laufe der Verhandlung nach einem Rechtsgespräch der Verfahrensbeteiligten zurückzog und auf die Folgen beschränkte - was nichts anderes heißt als ein indirektes Geständnis.

Unwidersprochen bleibt somit die Anklage, die dem 58-Jährigen vorwarf, die Dateien besessen und versucht haben soll, sie zu löschen.

In umfangreicher Arbeit und mit neuesten Methoden erweckten Computerspezialisten der Polizei die verborgenen Dateien zum Leben - mit teils abstoßenden Inhalten wie Oralverkehr von Kindern mit Tieren. Auf einer der Dateien, die der Angeklagte von einem Sexualstraftäter im Kraichgau gemailt bekommen hatte, befanden sich auch Fotos, geschossen mit einem Handy , die Sechstklässlerinnen seiner ehemaligen Schule zeigen. Der Rektor sagt, diese Bilder habe nicht er gemacht, sondern sie seien ihm von Schülern zur Verfügung gestellt worden, die sich gemobbt gefühlt und um Hilfe gebeten hätten. ol

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