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Das ist nur ein kleiner Teil der vielen Farben und Pinsel im Kunstcafé, zu dem die beiden Ehrenamtlichen Karin Wolf (links) und Ursula Lansche einladen. Foto: Seibel
Das ist nur ein kleiner Teil der vielen Farben und Pinsel im Kunstcafé, zu dem die beiden Ehrenamtlichen Karin Wolf (links) und Ursula Lansche einladen. Foto: Seibel
17.04.2018

Gemeinsam den Pinsel schwingen im Kunstcafé im Lore-Perls-Haus

Pforzheim. Künstler werden ist gar nicht schwer. Das kann jeder. Blatt Papier, Pinsel und Farbe, und wer weiß, vielleicht ist das ja der Beginn des nächsten großen Jahrhundertkunstwerks. Wer da noch zweifelt, ob er das vermag, vielleicht kein Papier oder keine Farben hat und sich erst noch ausprobieren möchte, für den ist vielleicht das Kunstcafé im Lore-Perls-Haus die richtige Anlaufstelle.

Dort, an der Luisenstraße 54–56, stehen immer sonntags (außer an Feiertagen) die Türen offen für alle Interessierten. Zwischen 14 und 16 Uhr kann dort nicht nur gemalt werden. Wer die ersten Schritte wagen und nicht gleich alle nötigen Dinge dafür kaufen und lagern möchte, bekommt für kleines Geld Papier, Pinsel und Farben. Kaffee und Gebäck genauso. Eigenes Material mitbringen geht natürlich auch.

Karin Wolf und Ursula Lansche kümmern sich ehrenamtlich um das Café, stehen für alle technischen Fragen bereit und haben auch ansonsten ein offenes Ohr. Denn, das wird nicht verschwiegen: Willkommen sind alle, wer aber auch noch das ein oder andere Problempäckchen zu tragen hat, kann sich gewiss sein, hier Gehör zu finden. Zwar sind die beiden keine Psychologinnen oder Therapeutinnen, doch im gleichen Haus befindet sich auch der Landesverband für Prävention und Rehabilitation mit der Fachstelle für Sucht und psychisch kranke Menschen.

Zu den regelmäßigen Gästen gehören Menschen aller Altersgruppen, die meisten sind zwischen 25 und 65 Jahren alt. Der eine nutzt die Möglichkeit, sich künstlerisch zu verausgaben ohne das eigene Wohnzimmer in ein vollgekleckstes Atelier verwandeln zu müsse, die andere ist froh darüber, den Sonntagnachmittag nicht alleine verbringen zu müssen. Klar liegt der Schwerpunkt des Kunstcafés auf: Kunst.

Einen Mitmachzwang gibt es freilich nicht, und wer nur zum Kaffeetrinken kommen möchte, sein Strickzeug, ein Lieblingsbuch oder gar Instrument dabei hat, ist genauso willkommen. Sorgen bereitet den beiden Ehrenamtlichen ein wenig die unauffällige Lage der Räume im Hochparterre der Luisenstrasse. Wer also dort vorbei kommt sollte sich nicht von der Treppe und der dunkel-verglasten Tür abschrecken lassen, einfach rein und los!