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Mit dem Diktiergerät hält Autorin Renate Hartwig Ideen der Siebtklässler des Hilda-Gymnasiums fest. Foto: Baumgärtel
Mit dem Diktiergerät hält Autorin Renate Hartwig Ideen der Siebtklässler des Hilda-Gymnasiums fest. Foto: Baumgärtel
04.11.2016

Gemeinsam mit Schülern am Hilda-Gymnasium entsteht ein Jugendroman

Eine Schülerin stirbt an einer Überdosis Drogen. Die Klasse 7e des Hilda-Gymnasiums rätselt gemeinsam mit Kunstlehrer Florian Adler, wovon sie abhängig gewesen sein könnte. Die Geschichte ist fiktiv. Und die Diskussion wird hinterher zu Teilen in einen Jugendroman fließen. Diesen wiederum verfasst die Autorin Renate Hartwig auf Grundlage der Schülergedanken.

„Die ursprüngliche Idee war es, ein Kinderbuch zu erarbeiten“, erzählt der Pädagoge Adler. Letztendlich habe man sich jedoch für ein Jugendbuch entschieden. „Von den rund 1000 Schülern an unserem Gymnasium sind die wenigsten in dem Alter, dass sie noch ein Kinderbuch lesen würden.“

Autorin betritt Neuland

Die Ulmer Autorin, die die Schüler künftig regelmäßig im Unterricht besuchen wird, betritt Neuland mit dem eben gestarteten Projekt, das von der Jakob-und-Rosa-Esslinger-Stiftung mitfinanziert wird. Bislang illustrierten deutlich Jüngere ihre Geschichten. Entstanden sind so seit 2002 mehr als 50 Bücher mit 1000 Kindergärten und 400 Grundschulen. Erstmals nimmt nun eine weiterführende Schule teil. Und die Autorin überlässt den Schülern nicht nur die passende Bebilderung, sondern lässt sie auch von vorneherein mitentscheiden, wovon der Roman eigentlich handeln soll.

Von Sucht zum Beispiel. Von Freundschaft, Mobbing und einer Mutprobe. Der Vorschlag des Schülers Erjon, eine „Spirale von Problemen“ zu skizzieren, könnte ein möglicher roter Faden sein. Wenn es nach Klassenkamerad Benedikt geht, sollte allerdings „nicht zu viel Gewalt“ auftauchen.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an r.hartwig@t-online.de an die Autorin Renate Hartwig wenden.