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Das weihnachtliche Flair in der „Schlössle-Galerie“ trug zur Kauflaune der Kunden bei. Foto: Seibel
Koffer und Geldgürtel für den Urlaub: Barton-Mitarbeiterin Olivia Niederswetz berät Honghuy Pham. Foto: Seibel
Auf der Suche nach etwas passendem zum Fest: Heike Micol-Kunz, Roland Kunz mit Al Capone in den Geschäftsräumen von „Mode Jung“. Foto: Seibel
Lena Hofmann und Kevin Häussler prosten sich vor dem Feinkostgeschäft „Müssle“ zu: An der Gin-Bar stehen Marco De Nittis, Christin Dettinger, Arndt Mayer, Jana Fedele und Susanne Grau (von links). Foto: Seibel
13.12.2015

Gemischte Bilanz der Langen Einkaufsnacht in Pforzheim

Festliche Beleuchtung begleitete am Samstagabend die Flaneure auf ihrem Weg durch die Pforzheimer Fußgängerzone, vorbei an Glühweinbuden und Geschäften. Doch während bis zum frühen Abend Menschentrauben bepackt mit Tüten das Stadtbild prägten, wurden sie später von Weihnachtsmarkbesuchern abgelöst – wie etwa Lena Hofmann und Kevin Häussler. Die beiden ließen es sich bei einem Zwischenstopp an der „Müssle“-Gin-Bar nahe des Marktplatzes gut gehen. „Nachdem wir eine Pause eingelegt hatten, sind wir bei der langen Nacht wieder dabei, um vor allem junge Leute anzusprechen“, sagt Junior-Chefin Jana Fedele.

Bildergalerie:

Das nahegelegene „Vom Fass“ profitierte laut Geschäftsführerin Andrea Sesulka etwa bis 19 Uhr vom Trubel und verkaufte vor allem 40 Jahre altes Kirschwasser und alten Whisky. Dann ebbte der Kundenstrom ab. Der Termin funktioniere nicht, das letzte Wochenende wäre besser gewesen, sagt Axel Müller vom gleichnamigen Modegeschäft „Axel’s men“. Bis in die frühen Abendstunden verkaufte er angesagte Joggingpaints mit Sakko, Longshirts und Biker-Jacken. Dann wurde es ruhig an der Bahnhofstraße. Die Bilanz für „Betten Stein“ fiel nach 19 Uhr laut Inhaber Roland Stein ähnlich ernüchternd aus.

Zumindest alle zwölf Mitglieder des Arbeitskreises Innenstadt hatten ihre Geschäfte am Samstag länger als üblich geöffnet, sagt Horst Lenk, Sprecher des hiesigen Einzelhandels und Inhaber von „Mode Lenk“. Er zieht eine positive Bilanz. „Die Kunden waren in Kaufstimmung, der Weihnachtsmarkt ein Frequenzbringer.“ Die Klassiker wie Bücher, Schmuck und Kosmetik gingen über den Ladentisch. Dieser Trend war landesweit zu beobachten. Und auch die neuen Modekollektionen waren gefragt. Für Winterbekleidung fehlte wegen der Witterung der Kaufanreiz. Über den richtigen Termin müsse im Arbeitskreis erneut diskutiert werden. Auch im vergangenen Jahr war die Bilanz umstritten.

Die Lange Einkaufsnacht hatte am letzten Adventswochenende anscheinend auf keinem günstigen Termin gelegen. Die Interessen aller Händler auf ein Datum zu fixieren, erwies sich als schwierig. Denn große Geschenke werden eher früh gekauft, kleine Dinge eher auf den letzten Drücker. In diesem Jahr habe sich die verlängerte Öffnungszeit nicht gelohnt, sagt Karl-Wilhelm Elsässer, Seniorchef von „Intersport Elsässer“ in der „Schlössle-Galerie“. Er habe vor allem mit dem Verkauf von Schlittschuhen und Bekleidung einen umsatzstarken Samstag erlebt. Aber eben nur bis zum frühen Abend. Christoph Barton vom gleichnamigen Taschenladen „Barton“ sieht es gelassen: Für ihn zählt nicht die Bilanz des einzelnen Tages sondern der Vorweihnachts-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Und der sei in Ordnung.