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Allerlei Köstlichkeiten bieten die Betreiberinnen Siegrun Stütz (Zweite von links) und Sigrid Flachenecker (vorne rechts) bei der Café-Eröffnung mit Gerhard Baral und Alexander Weber vom „Goldstadt 250“-Team und OB Gert Hager (von links).  Foto: Ketterl 

Gerade noch rechtzeitig: Das neue Pop-up-Café „Tortenspitzen“ ist eröffnet

Pforzheim. Es war eine Punktlandung. Erst wenige Stunden zuvor sei der Kühlschrank eingetroffen, erzählt Jochen Gläser von der Initiative „Leerstand als Freiraum“ (LAF) bei der Eröffnung des Pop-up-Cafés „Tortenspitzen“ in der Westlichen 1. Der schwarze Lack an seinen Fingern verrät: Hier wurde bis zuletzt an der Inneneinrichtung gearbeitet. „Da kommen vorne die Gäste rein, hinten gehen die Handwerker raus“, beschreibt Oberbürgermeister Gert Hager in seiner Begrüßung die Fertigstellung „auf den letzten Drücker“.

Von einer „Hau-Ruck-Aktion“ spricht auch Alexander Weber vom „Goldstadt 250“-Team, der das Projekt in den vergangenen Wochen begleitet hat. Dabei stand dieses lange Zeit auf der Kippe. Als er Siegrun Stütz anfangs fragte, ob sie sich vorstellen könne, das Café zu betreiben, sagte diese: „Nein!“ Daran erinnert sich die jetzige Betreiberin noch genau. Doch ihre Freundin Sigrid Flachenecker bot sofort Hilfe an. Ihr Mann Otto Breuer auch – er sorgt für raffinierte Tagessuppen. Hinter der Theke wechseln sich Freunde und Bekannte ab – das alles ehrenamtlich.

„Jedes Tortenstück ist eine Investition in die Zukunft“, sagt Weber. Der Erlös kommt dem Ornamenta-Verein zugute. Das Inventar ist großteils geliehen: Während die Sparkasse Pforzheim Calw die Räumlichkeiten stellt, kommen Kühlschrank und -theke von der Brauerei Ketterer, Küchenzeile und Spülmaschine von „Franks Studio“, die Kuchentheke von Bäko und der Bäckerei Wiskandt, die Kaffeemaschine vom „Goldstadt-Kaffee“, die Stühle vom Theater, das Klavier vom Musikhaus Schlaile. Auf Letzterem begleitet der Pianist Christian Knebel die Sängerin Miriam Kurrle mit Kaffeehausmusik, bevor Jeremy Buck übernimmt.

Dass hier und da noch Details fehlen, wie Johannes Mall (LAF) am Rande der Eröffnung verrät, fällt indes keinem Gast auf. Was dagegen ins Auge sticht, sind die Porträts an den Wänden, aufgenommen vom hiesigen Fotografenkollektiv. Einige der Models sind persönlich anwesend. Weitere Bilder sind ab 10. Mai im Lichthof des Alten Rathauses zu sehen.

Das Café hat mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.