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© Symbolbild: dpa
30.06.2011

Gerichte mit Pforzheimer Hells Angels befasst

PFORZHEIM/KARLSRUHE/MANNHEIM. Mehrere Gerichte befassen sich derzeit mit den Pforzheimer „Hells Angels“: Vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe steht von Freitag, 8. Juli, an der Vize-Chef der örtlichen Rocker wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Er soll am 27. November 2010 im Laufe einer Schlägerei mit den „United Tribuns“ zweimal auf die Kontrahenten geschossen und deren Tod billigend in Kauf genommen haben.

In Mannheim wird der Verwaltungsgerichtshof (VGH) wohl bald unabhängig davon entscheiden, ob das Vereinsverbot für den Ortsverein „Borderland“ rechtmäßig ist. Noch ist keine Klage bei der zuständigen Kammer anhängig, aber es ist damit zu rechnen, dass die „Hells Angels“ das vom Innenministerium verhängte Verbot kaum akzeptieren werden. Tatsächlich befasst sich der VGH in zweiter Instanz mit den Beschwerden von über zwei Dutzend Durchsuchungsbeschlüssen, die das Verwaltungsgericht Karlsruhe auf Antrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe genehmigt hatten: Bei einer Razzia am 10. Juni hatten Polizisten Privatwohnungen sowie das Hauptquartier der „Hells Angels“ gestürmt und unter anderem Waffen beschlagnahmt. ol