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Moderator Jürgen Essig interviewt die Pokalgestalterinnen Stefanie Prießnitz und Hannelore Langhans (rechts).
Schwer gefragt bei Kindern und Jugendlichen ist die Begehung einer Ballonhülle. Dann heißt es: „Saal“ verlassen – es wartet die Siegerehrung Fotos: Ketterl, Thilo Keller, Meyer
24.09.2017

GermanCup: Tausende Menschen beobachten die Heißluftballone

Pforzheim. Jürgen Essig ist ein alter Fahrensmann, ein Urgestein des GermanCups schon aus der Zeit, als das himmlische Vergnügen auf den Wiesen oberhalb des Hofguts Buckenberg noch unter städtische Regie stattfand.

Bildergalerie: GermanCup- Key Grab- Preis der PZ

Die Tücken des Winds kennt der SWR-4-Moderator noch aus dieser Zeit (also bis 2008) – und aus seiner Stimme klingt Kennerschaft wie Bedauern mit, als er zum wiederholten Mal den Hunderten, weiter zu Tausenden anschwellenden Besuchern des elften GermanCups mitteilen muss: „Wenn der Wind aus Norden kommt, wird der Massenstart unwahrscheinlich“, denn wenn die knapp 30 Ballons abheben würden, trüge sie der Wind unweigerlich auf den Schwarzwald zu – äußerst ungemütlich für eine Landung. Auch ein Einschweben von einem außerhalb Pforzheims gelegenen Startgelände mit Zielgebiet Buckenberg-Wiesen wäre zu riskant. Deshalb Start und Ziel jenseits der Gemarkungsgrenze der Goldstadt – Sicherheit geht vor. Natürlich, das gibt Organisator Wolfgang M. Trautz zu, habe es Äußerung des Unmuts gegeben. Extra nach Pforzheim gefahren, Eintritt gezahlt. Trautz sagt: „Gegen den Wind kannst Du nichts machen.“ Und dann schweben am späten Nachmittag doch noch ein halbes Dutzend Ballone im Zielgebiet ein.

Das Ballonspektakel ist zurück: Tausende beim GermanCup

Einen Tag später, gleiche Zeit, gleicher Platz. Wieder hat sich die Wiese mit Tausenden von Besuchern gefüllt. Flammkuchen, Crepes, Langos, Gyros und Bratwürste gehen weg wie warme Semmeln, die umgruppierten Bänke wegen der verbreiterten Rettungsgassen sind belegt, Dutzende von Kindern drängen sich, um einmal einen großen Ballon innerhalb der riesigen Hülle zu sehen, die Organisatoren schauen auf die Uhren, die meisten Ballon-Crews trudeln ein, gruppieren sich um das Siegertreppchen, bestehend aus großen Strohballen. Hier werden die in wenigen Minuten, wenn die Verdienste der vielen Mitstreiter, Verantwortlichen und Sponsoren gewürdigt sind, die Gewinner des elften GermanCups hinaufsteigen und die Preise entgegennehmen.

Bildergalerie: GermanCup 2017: Erster Start der Heißluftballone - Teil 5

Wer hat in der Endsumme der fünf Wettfahrten die Nase vorn gehabt? Einer der Lokalmatadoren, darunter Matthias Schlegel, der schon als Sechsjähriger vom Pforzheim Ballon-Virus infiziert wurde und nun selbst unter den Teilnehmern ist (die PZ berichtete)? Oder Günther Binder, der zu den Mutigen gehörte, die die Anfahrt tags zuvor gewagt hatten und der selbst einmal den Cup organisierte? Aline Klousdian, die einzige Pilotin? Die Spannung steigt. Als erste erklimmen Felipe Tostes aus Brasilien mit Baby und Mannschaft den Strohballen – Dritter. Vor ihm: Thomas Elsner und Crew – er gewann den zehnten GermanCup 2008. Sieger mit weitem Vorsprung wird Sven Göhler.Mehr lesen Sie am Montag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.