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Claudia Wiest bei ihrem Dienstantritt im April 2012. Foto: Ketterl
Claudia Wiest bei ihrem Dienstantritt im April 2012. Foto: Ketterl
18.11.2015

Geschäftsführerin Claudia Wiest verlässt die Stadtbusse

Pforzheim. Claudia Wiest hat ihren Abschied zum Ende Februar bekanntgegeben. Ihr Wechsel zum neuen Arbeitgeber sei unabhängig von der möglichen Übernahme des Pforzheimer Linienbusverkehrs durch die Bahntochter RVS anstelle des SVP attraktiv gewesen. Der Erste Bürgermeister Roger Heidt bedauert ihren Weggang, zeigt aber Verständnis.

Am Dienstagabend in der nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderats wurde es verkündet und verbreitete sich am Mittwoch wie ein Lauffeuer: Claudia Wiest, Geschäftsführerin des Stadtverkehrs Pforzheim, hat gekündigt und geht Ende Februar. Das bestätigte sie auf PZ-Nachfrage. Bis zu ihrem Ausscheiden werde sie „alle Kraft, die ich habe, hier reinstecken, so dass es danach nicht auffällt, dass ich weg bin“, sagte Claudia Wiest.

Der Weggang der Geschäftsführerin trifft den SVP in einer schwierigen Phase. Bekanntlich entscheidet derzeit das Regierungspräsidium Karlsruhe über einen Antrag der Bahntochter Regionalbusverkehr Südwest (RVS), ab Ende kommenden Jahres anstelle des SVP den Linienbusverkehr in Pforzheim zu übernehmen und diese Leistung ohne städtische Zuschüsse zu erbringen. Allgemein wird von einem „Ja“ ausgegangen.

Die scheidende Chefin sieht ihren Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber nicht als zwingende Folge des RVS-Angebots und der daraus resultierenden Situation an. „Wo ich hingehe: Das ist ein Traumjob. Ich hätte das zu jeder Zeit in Betracht ziehen müssen.“ Für die verbleibenden dreieinhalb Monate beim SVP habe sie sich zweierlei zum Ziel gesetzt: „Ich will, dass der Betrieb geordnet weiterläuft und für die Fahrgäste keinerlei Veränderungen spürbar sind.“ Und: Wenn der RVS-Antrag bejaht wird, wolle sie an der bestmöglichen Lösung für die SVP-Beschäftigten arbeiten.

Der SVP-Aufsichtsratsvorsitzende und Erste Bürgermeister Roger Heidt sagte auf PZ-Nachfrage, er bedauere Claudia Wiests Ausscheiden außerordentlich. Für ihren Abschied zum jetzigen Zeitpunkt habe er vollstes Verständnis. „Auch Frau Wiest muss schauen, wo sie bleibt. Wie jeder Beschäftigte des SVP.“ Für die Nachfolge werde es eine interne Lösung geben.

Zurückhaltend äußerte sich der SVP-Betriebsratsvorsitzende Guido Koch zur neuen Situation.

Mehr lesen Sie am 19. November 2015 in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news

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