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Ein 21-Jähriger und eine 46-Jährige wehrten sich am Wochenende massiv gegen die Polizei.
Ein 21-Jähriger und eine 46-Jährige wehrten sich am Wochenende massiv gegen die Polizei. © Symbolbild dpa
11.02.2019

Geschlagen, getreten, bespuckt: Betrunkene verletzten Polizisten

Pforzheim. Geschlagen, getreten, bespuckt – zwei Betrunkene haben am Samstag und Sonntag in Pforzheim erheblichen Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet. Eine 46-Jährige musste schließlich in einem Rollstuhl gefesselt werden, ein 21-Jähriger verletzte gleich drei Polizisten. 

Polizisten bespuckt: Im Rollstuhl gefesselt zum Arzt

Eine 46-jährige Frau war am Samstag gegen 17.10 Uhr mit dem Fahrrad auf der Eutinger Straße unterwegs. Wegen des Verdachts auf Alkohol- und Drogeneinwirkung wollten Polizeibeamte sie mit aufs Revier nehmen. Als ihr deshalb die vorläufige Festnahme erklärt wurde, trat sie auf einen Polizeibeamten der Streife ein. Weil sie sich im Anschluss noch so massiv gegen die beabsichtigte Blutentnahme wehrte, musste sie – im Krankenhaus angelangt – gefesselt in einem Rollstuhl zum Arzt gefahren werden. Die 46-jährige Deutsche trat vor Wut an dem fahrbaren Stuhl eine Fußraste ab, bespuckte die Polizisten und beleidigte sie. Erst nach der Ausnüchterung konnte sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden. Sie muss nun mit gleich mehreren Anzeigen rechnen, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Trunkenheit im Verkehr. 

Tritte, Schläge, Kopfstöße: 21-Jähriger verletzt drei Polizisten

Bei dem Versucht, einer auf der Straße liegenden und offensichtlich stark betrunkenen Person zu helfen, wurden drei Polizeibeamte am frühen Sonntagmorgen leicht verletzt. 

Passanten alarmierten gegen 3.45 Uhr die Polizei, weil auf der Christophallee in der Pforzheimer Nordstadt ein Mann auf der Straße liegt. Die erste Streifenwagenbesatzung der Polizeireviers Pforzheim-Nord entdeckte den jungen Mann kurze Zeit später schlafend auf der Straße und weckte ihn. Der 21-jährige Deutsche zeigte sich laut Polizei darüber nicht wirklich erfreut: Er wurde aggressiv und beleidigte die Beamten fortwährend. Als die Ordnungshüter seine Personalien feststellen wollten, versuchte er, sie anzugreifen und stieß einen der Polizeibeamten weg. 

Die Polizeikräfte brachten den jungen Mann zu Boden. Er wehrte sich mit Schlägen, Tritten und Kopfstößen, sodass weitere Kräfte angefordert werden mussten. Nur mit vereinten Polizeikräften war es letztlich möglich, den Mann in den Streifenwagen zu setzen und später in eine Gewahrsamszelle zu bringen. Da ein Atemalkoholtest nicht möglich war, wurde ihm durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen. Drei der betreffenden Beamten erlitten Prellungen und Schürfungen, konnten aber ihren Dienst bis zum Ende ihres Nachtdienstes fortsetzen.