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07.12.2016

Gestaltungsbeiräte an den Start

Pforzheim. Nach einer Hängepartie will der Gemeinderat am Dienstag, am 20. Dezember, die fünf Mitglieder des neuen Gestaltungsbeirats wählen. Im März soll nach Auskunft des Pressesprechers die erste Sitzung stattfinden – mit einer sechsmonatigen Verspätung. Das Gremium besteht aus renommierten Experten und wird hinzugezogen, wenn es um markante Bauvorhaben geht, die stadtbildprägend sind.

Eigentlich hätte im Oktober schon längst die erste Sitzung stattfinden sollen. Der Planungsausschuss hatte am 28. September die fünf Mitglieder in den Beirat bestimmt, der Gemeinderat diesen Punkt aber von der Tagesordnung genommen. Den Vorsitz sollte der Stuttgarter Professor Hans Klumpp mit Erfahrung in mehreren Gestaltungsbeiräten übernehmen. Das Gremium hätte im Oktober also seine vierjährige Amtsphase antreten können. Klumpp hatte dann aber offensichtlich abgesagt.

Erneute Gespräche

Der bisherige Gestaltungsbeirat hatte mit dem Weggehen von Baubürgermeister Alexander Uhlig (CDU) seine Tätigkeit offziell beendet, stand aber in Teilen für eine Beratung in der Übergangszeit etwa für die Pläne für das Haus der Jugend zur Verfügung.

Die Stadt musste nun erneut in Gespräche mit weiteren infrage kommenden Architekten eintreten. Anstelle von Hans Klumpp hat die Stadt den 60-Jährigen Professor Ludwig Wappner aus München gewinnen können. Er gründete 1993 das Büro Allmann Sattler Wappner Architekten mit derzeit 60 Mitarbeitern aus zwölf Nationen.

Er hat den Hugo-Häring-Preis 2014 für das Dornier Museum erhalten und als Gestaltungsbeirat in Bamberg, München, Trier und Ingolstadt Erfahrungen gesammelt. Desweiteren sind die Architekten Henning Erhardt, Christoph Felger, Uta Stock-Gruber und Dorothea Voitländer, wie bereits vorgeschlagen, weiterhin dabei. Den Sprecher sollen die Gestaltungsbeiräte aus ihrer Mitte bestimmen. mof