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Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler (rechts) und der Sprecher der Kammergruppe, Hans Göz. /Archiv
Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler (rechts) und der Sprecher der Kammergruppe, Hans Göz. /Archiv
19.09.2016

Gestaltungsbeirat in der Kritik: Berufung von Stuttgarter Mitgliedern abgelehnt

Pforzheim. Der Gestaltungsbeirat als ein Gremium renommierter Architektur-Experten hat sich in Pforzheim als eine mit-entscheidende Institution für die städtebauliche und optische Wirkung von Bauvorhaben etabliert, die prägenden Einfluss in ihrer Umgebung ausüben. Nun soll er neu besetzt werden – und die Vorschläge aus dem Dezernat von Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler für diese Neubesetzung sind in die Kritik der örtlichen Architekten geraten, konkret der Kammergruppe Pforzheim-Enzkreis.

Insbesondere die Berufung von zwei Stuttgarter Architekten in das fünfköpfige Gremium lehnt die Organisation der hiesigen Baumeister in einer Pressemitteilung ab. Eine zu große räumliche Nähe der Büros, in denen die Gremiumsmitglieder arbeiten, solle vermieden werden. „Dies ist wichtig, um Schnittmengen zu vermeiden und Unabhängigkeit und Transparenz sicherzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Noch im April – damals noch in der Verantwortung des früheren Baubürgermeisters Alexander Uhlig – habe die Stadtverwaltung die örtlichen Architekten gebeten, Vorschläge für eine Neu-Besetzung des Gestaltungsbeirats zu unterbreiten, und bei dieser Gelegenheit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorgeschlagenen Kandidaten nicht aus den Regierungsbezirken Karlsruhe und Stuttgart kommen dürften. Die örtliche Kammergruppe spricht sich dagegen aus, diesen Passus wie geplant aus der Geschäftsordnung des Gestaltungsbeirats zustreichen. Zudem plane die Stadt, künftig erst alle vier und nicht mehr alle zwei Jahre mindestens einen Wechsel im Gestaltungsbeirat vorzunehmen. Auch dies lehnt die Kammergruppe ab: Wechsel sei wichtig für Unvoreingenommenheit und neue Ideen. pm

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