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Büchenbronn Wappen am Ortseingang von Pforzheim
Büchenbronn Wappen am Ortseingang von Pforzheim
12.11.2010

Gesunde Mischung auf der Höh'

PFORZHEIM. Büchenbronn ist ein attraktiver Stadtteil. Das sagen naturgemäß nicht nur die Einwohner, ob alteingesessen oder zugezogen. Das wird auch von der Statistik untermauert. Die Zahlen sprechen für sich: In den vergangen zehn Jahren stieg die Bevölkerungszahl von 6040 auf 6172 (davon 298 Ausländer). Das entspricht einem Zuwachs von 2,2 Prozent und bewegt sich ungefähr auf dem gleichen Level wie die anderen Höhenstadtteile Hohenwart und Huchenfeld. Zum Vergleich: Buckenberg, Haidach, Sonnenhof und Sonnenberg verloren bis zu knapp zehn Prozent.

Büchenbronn zählt mit Dillweißenstein, Würm, Hohenwart, Huchenfeld und Eutingen zu den Stadtteilen, die die Kommunale Statistikstelle als Stadtteile „mit teilweise recht ausgeprägter Familienstruktur“ bezeichnet. Der hohe Anteil der 40- bis 60-Jährigen ist hier prägend. Der Altersdurchschnitt liegt bei 45 Jahren, weit weg von den teilweise (Arlinger, Sonnenberg) beziehungsweise deutlich überalterten Stadtteilen (Sonnenhof).

In 697 aller Büchenbronner Haushalten leben 1103 Kinder. Die Mehrzahl sind Einzelkinder (379, davon 153 nur von einem Elternteil großgezogen), 244 haben einen Bruder oder eine Schwester. In zwölf Haushalten leben vier oder mehr Kinder. Nach Hohenwart und Huchenfeld verzeichnet Büchenbronn die drittgeringste Arbeitslosenquote aller Pforzheimer Stadtteile. Sie liegt bei 3,2 Prozent (Huchenfeld 2,6 Prozent). Absolut liest sich das gut, aber im Vergleich zu 2008 bedeutet es eine Steigerung von knapp 70 Prozent. 2008 waren 73 Menschen arbeitslos gemeldet, im Jahr darauf 123. Doch gemessen an der durchschnittlichen Arbeitslosenquote in Pforzheim (8,2 Prozent), ganz zu schweigen von Ost- und Weststadt (um die 15 Prozent), lebt man vergleichsweise auf einer Insel der Seligen. Entsprechend niedrig ist auch die Zahl der Sozialhilfeempfänger: elf, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung Büchenbronns von 0,2 Prozent entspricht. Eine weitere Fleißarbeit der Kommunalen Statistikstelle ist die Einwohnerprognose 2010 bis 2030 inklusive Trendberechnung bis 2060. Hier die Kernaussagen:

Die Einwohnerzahl wird leicht sinken, bis zum Jahr 2030 um etwa 280, im Jahr 2060 zusätzlich um rund 250 Bewohner.Nur wenig Veränderungen wird es bei den unter drei Jahren alten Kindern geben. Ein merkliches Minus gibt es bei den Zehn- bis 18-Jährigen, zumindest bis 2020; dann stabilisiert sich die Zahl.

Ausgesprochen starke Rückgänge sind in den nächsten fünf Jahren bei den 30- bis 45-Jährigen zu erwarten. Im gleichen Zeitraum wird die Zahl der 45- bis 60-Jährigen steigen, ebenso die der 60- bis 65-Jährigen in den nächsten 15 Jahren.
Die Zahl der „Jung-Senioren“ (65 bis 80 Jahre) wird erheblich schwanken: In den nächsten zehn Jahren wird die Zahl von 871 auf 803 Personen zurückgehen. Dann kommt es zu einer Trendwende – bis 2035 prognostiziert man einen Höchststand von 945 „Jung-Senioren“. Danach ist wieder mit abnehmenden Zahlen zu rechnen. Bei den betagten Büchenbronnern über 80 Jahre wird mit einem deutlichen Anstieg bis 2050 zu rechnen. Als Höchststand werden 527 Über-80-Jährige erwartet – knapp 200 mehr als heute.